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Gefährliches Spiel

Dort wo die Flottbek in die Elbe fließt, liegt ein kleiner Hafen. Bei Niedrigwasser haben wir als Kinder dort im Elbschlick gespielt. Das war uns verboten, von unseren Eltern.

Weil die #Elbe gefährlich ist, besonders dann, wenn sie am harmlosesten erscheint: bei Ebbe. Wir haben uns damals verloren in unserem Spiel, allerdings immer nur soweit, bis die eindringlichen Warnungen unserer Großeltern und Urgrosseltern uns unterbrachen.

Dann kletterten wir erschöpft + grau vor Dreck an Land.

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Seemanns Privileg

Nach 12 Stunden Autofahrt nach Italien steigt Bernd (80) aus meinem Auto. Einer der letzten Kaphorniers reckt sich ausführlich. War ne lange Fahrt.

Als wir zum Schiff meines Vaters gehen, das er begutachten soll, bleibt er auf dem Schlengel stehen, dreht sich zum Wasser und lässt selbiges ins Hafenbecken sprudeln. Ich staune nicht schlecht.

„Seemanns Privileg“ sagt er trocken, als er seinen Schlörn wieder eingepackt und geht ganz selbstverständlich weiter zu unserm Schiff.

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Blog Freely

Entwicklung von Blogs in Deutschland

Die Geschichte der Blogs in Deutschland beginnt in den späten 1990er Jahren, als das Internet zunehmend privat genutzt wurde. Die ersten Blogs waren eine Mischung aus IT-Schau, politischem Meinungsinstrument, Satirekeule, Überwachungsorgan, Film- und TV-Kritik und persönlichem Tagebuch[2]. Mit der Einführung von Social Networks und Plattformen wie MySpace, YouTube, Twitter und StudiVZ rückten Blogs immer mehr in die Öffentlichkeit[2].

Bis 2000 gab es nur eine Handvoll Blogs online, aber mit der Erfindung des World Wide Web und der Verbreitung von Webbrowsern wie Mosaic wurden Blogs zu einem Massenphänomen[10]. 1999 setzte sich der Name „Blog“ durch, geprägt vom Webdesigner Peter Merholz[10].

Die Blogging-Landschaft veränderte sich nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erheblich, als viele neue Blogs gegründet wurden, in denen Menschen ihre Gefühle und Meinungen zu den Anschlägen ausdrückten[10].

Mit der Zeit haben sich Blogs von reinen Kommentar- und Link-Sharing-Seiten zu Plattformen entwickelt, auf denen längere, tiefgründige Texte veröffentlicht werden[10]. Die Einführung von Blogging-Plattformen wie Blogger.com (1999), Antville.org (2001) und WordPress.com (2005) hat es noch einfacher gemacht, einen Blog zu starten und zu verwalten[10].

Bekannte Blogger in Deutschland

In Deutschland gibt es viele erfolgreiche Blogger in verschiedenen Bereichen. Julia Richter mit ihrem Blog „German Abendbrot“ ist laut einer Auswertung der Kommunikationsberatung Faktenkontor die erfolgreichste Bloggerin in Deutschland[11]. Andere bekannte Bloggerinnen sind Claudia Tödtmann mit „Tödtmanns Management-Blog“, Stefanie Fiebrig mit „Textilvergehen“ und Dunja Voos mit ihrem gleichnamigen Blog[11].

Bedeutung von Blogs heute und im Fediverse

Heute hat sich die Bedeutung von Blogs stark verändert. Während Blogs einst als eigenständige Plattformen dienten, sind sie heute oft Teil eines größeren Ökosystems aus Social Media und anderen Online-Plattformen[7]. Viele Blogger nutzen ihre Blogs in Kombination mit Social Media Plattformen wie Twitter, Instagram oder TikTok, um ihre Inhalte zu verbreiten und ihre persönliche Marke zu stärken[7].

Im Kontext des Fediverse, einem Netzwerk von interoperablen Social Media Plattformen, können Blogs eine wichtige Rolle spielen. Einige Nutzer des Fediverse nutzen Plattformen wie Plume, WriteFreely, Hubzilla oder Friendica für das sogenannte „Macroblogging“, also das Verfassen längerer Blogposts[8].

Trotz der Veränderungen und der Konkurrenz durch Social Media Plattformen bleibt das Bloggen ein wichtiges Medium für viele Menschen. Es bietet eine Plattform für freie Meinungsäußerung und kreativen Ausdruck, und viele Blogs der ersten Generation sind bis heute online[2].

Die Gesamtzahl der Blogs auf Tumblr ist von rund 63 Millionen im Jahr 2012 auf knapp 560 Millionen im Jahr 2022 gestiegen[1], was zeigt, dass das Interesse am Bloggen nach wie vor groß ist. Blogs bleiben ein wichtiger Teil des digitalen Ökosystems und bieten weiterhin eine Plattform für individuellen Ausdruck und kreativen Austausch.

Citations:
[1] https://de.statista.com/themen/248/blog/
[2] https://fraukoenig.de/geschichte-ueber-blogs-und-social-media/
[3] https://likeometer.co/deutschland/influencer/blogger/
[4] https://www.seo-analyse.com/seo-lexikon/b/bloggen/
[5] https://www.macrotrends.net/countries/DEU/germany/suicide-rate
[6] https://blog.feedspot.com/germany_blogs/
[7] https://moritz-meyer.net/blog/was-bloggen-bedeutet/
[8] https://www.reddit.com/r/fediverse/comments/1413dgd/which_platform_for_occasional_blog_posts/
[9] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273850/umfrage/anzahl-der-blogs-auf-tumblr-weltweit/
[10] https://carta.info/die-geschichte-des-weblogs/
[11] https://www.wuv.de/Archiv/Das-sind-Deutschlands-erfolgreichste-Bloggerinnen
[12] https://www.hostinger.de/tutorials/was-ist-ein-blog/
[13] https://data.oecd.org/rd/gross-domestic-spending-on-r-d.htm
[14] https://www.inbeat.co/top-influencers/instagram/bloggers/germany/
[15] https://www.kareon.de/was-ist-ein-blog/
[16] https://jukkaniiranen.com/2023/07/this-blog-is-now-part-of-the-fediverse/
[17] https://de.wikipedia.org/wiki/Blog
[18] https://bluepartner.de/sinn-und-zweck-von-corporate-blogs-teil-i/
[19] https://fivmagazine.de/mode-fashion-blogger-influencer-deutschland-food-reisen/
[20] https://de.ryte.com/wiki/Blog
[21] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/
[22] https://www.escentual.com/blog/2022/10/08/10-luxury-lifestyle-bloggers-inspire/
[23] https://praxistipps.chip.de/was-ist-ein-blog-einfach-erklaert_41497
[24] https://techcrunch.com/2023/10/11/wordpress-com-blogs-can-now-be-followed-on-mastodon-and-other-federated-platforms/
[25] https://de.wikipedia.org/wiki/Blogger

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Neuerfinden

“Komm”, rufe ich, “wir erfinden mich neu, gemeinsam”.

“Entfernen wir die letzten Züge der Jugend. Lassen Patina zu; die Einzige die bleibt.”

‚Ändern wir damit auch die Welt?“, fragst Du.
“Ja”, antworte ich, “ich glaube schon; ein kleines bisschen”. Und mich nebenbei mit.

Als ich später meine Zähne putze, schaut der Spiegel mir ins Gesicht.

Ich lächle mich an, und suche, aber Ewigkeit sehe ich nicht.

“Bäh”, höre ich das Spiegelbild sagen, als es mir dir Zunge rausstreckt.

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Fremde Bücher

Im Hafen von Strande gibt es ein Büchertauschregal, wie in vielen nordischen Häfen.

In letzter Zeit hat sich der Austausch dort intensiviert. Man findet neben Shell Atlanten von 1992 und einem zerfledderten Was-ist-Was “Indianer” öfter auch aktuelle Literatur.

B. liest sehr viel in diesen Tagen und so steuert sie viel zum Austausch bei.

Gestern habe ich wieder 2 ihrer ausgelesenen Favoriten hineingestellt. 1 ist heute schon weg.

Dafür steht “Löwen wecken” v AGG im Regal.
Stand.