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Strategisches Daumendrücken

Ich habe heute wie ein Baby geschlafen. An Bord unserer kleinen Segelyacht. Sie liegt in einem kleinen Hafen an der Kieler Förde.

Neben Segeln und Handball interessiert man sich hier neuerdings auch für Fußball. Wahlweise für den HSV oder die KSV, oft beide.

Nun begibt es sich jedes Jahr im Frühling, dass die Segelsaison beginnt und die Fußballsaison sich ihrem Finale nähert.

Dieses Jahr spielen alle um irgendwas; der HSV um den Aufstieg, die Kieler SV und mein FC St. Pauli gegen den Abstieg (auch, wenn der eine oder andere behauptet, Ihre Spieler spielten um den Abstieg).

Ich krabbel also gerade aus der Koje und die Morgensonne scheint mir ins Gesicht, als M. mir von der Mole aus zuruft: Na? Wie sind deine Tipps für heute?

Ich wünsche heute ausnahmsweise mal strategisch.

Ich auch.

Das wird das einzige Mal, dass ich dem Rostocker in Berlin die Daumen drücke.

Also Sieg Union. Heidenheim verliert, (ich bin heute für die KSV) Kiel spielt unentschieden zuhause. Bochum ist egal.

Und nachher dann der HSV. Sagt M. Und dann bin ich nächstes Wochenende für Werder.

Auch irgendwie schräg.

Du sagst es.

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(B)Logbuch

Fischerfrühstück

Hafen Strande, lebhafter Wind aus Süd. 12 Grad Celsius, nachher solls noch regnen.

Am Morgen nach dem Auswärtssieg sitze ich beim Fischerfrühstück (Fischbrötchen mit Kaffe) mit Blick auf den Hafen.

Neben mir sitzen die Fischer und ratschen. Übers Wetter, den Fang und Fussball.

Mit der KSV wars das nu wohl?
Jo.
Und der HSV hat auch verloren.
Im eigenen Stadion. Wie kann das angehen?
Jo.
Aber mal was anneres; was ist mit Melsungen?

Ach ja, denke ich, hier oben ist Fussball ja nur die Nummer zwei unter den Sportarten.

Kommst du nachher mit zum THW?, fragt mich Dean, der sich mit einem Bier neben mich setzt (die alternative Variante des Fischerfrühstücks — hier sagen sie nicht Bier-trinken, sondern Bier-lutschen, was mir dann irgendwie den Appetit nimmt).

Dean lächelt und sagt: da gewinnen heute mal wir.