Kategorie: (B)Logbuch

  • Osterfeuer und der HSV

    Osterfeuer und der HSV

    Eigentlich schade. Da ich meinen Hamburg Newsletter 》Ring2, das Hamburg Logbuch 《 früh am Sonntag morgen verschicke, habe ich quasi einen selbstverschuldeten Redaktionsschluss, denn: Emails kann man nicht updaten, auch bei Podcasts ist das eher unüblich. Dabei passiert zwischen Fertigstellung am Sonnabend Mittag und dem Lesen am Sonntag noch ne Menge, manchmal lustiges, manchmal ärgerliches…

  • Morddrohung und trotzdem da

    Morddrohung und trotzdem da

    Hamburg geht auf die Straße, besser gesagt auf den Rathausmarkt: Gegen digitale Gewalt und für Solidarität mit Collien Fernandez und Frauen an sich. Moin Moin Hamburg, Hier vorab mein Hamburg Letter. Hier abonnieren. Es ist noch nicht mal April, und doch schickt uns der Atlantik sein Wetter. Graupel, Regen, an einem Tag mild, am nächsten…

  • Ring2 Hamburg Logbuch Benjamin hört Stimmen

    Heute geistern aber viele Leute in meinen Gedanken herum. Morgens beim Kaffe muss ich an den Abstieg der USA denken, die einst von einem Schauspieler als Präsidenten geführt wurden, dann von einem Kriegshelden und nu (wieder) von einem Reality TV Star. In Staffel 2 geht alles den Bach runter. Ich schaue immer beim ersten Schluck…

  • Ring2 Hamburg Logbuch Frühling mit Findling

    Moin Moin Hamburg. Wir machen das Dutzend voll. Also: Das war die KW 12 in der schönsten Stadt Dieses Wochenende blieb man am besten dort, wo man gerade war. Ver.di streikt mal wieder, die A7 bietet keine Alternative. Wie kommt der HSV eigentlich nach Dortmund – oder zurück? Mein Schulfreund Nils und ich radelten früher…

  • Ring2 Hamburg Logbuch Hamburg spürt die Hitze des Krieges im milden Frühling

    Freitag, 6. März 2026. 07:14 Uhr. Der Ring 2, die Ringstraße, die das Innen in Hamburg seit den 50ern vom Außen trennt. Vom Winter gegerbtes Asphaltgrau und darüber liegt der Geruch von Diesel, der heute Morgen 20% teurer ist als noch ein Tag zuvor. An der Jet-Tankstelle beim Stadtpark leuchtet die Anzeige: Diesel 2,14 Euro.…

  • Ring2 Hamburg Logbuch 17 Grad in HH — Frühlingsgefühle an der leeren Haltestelle

    Moin Moin Hamburg. KW 9 · retroglossiert. Siebzehn Grad bekamen wir in dieser Woche. Der Frühling ist da, die Natur explodiert und die Menschen strömen auf die Straßen, die Plätze, an den Fluss. Wie schnell der Schnee und das Eis auf der Elbe doch schmelzen, wenn der Atlantik warmen Wind über die Elbe schickt. In…

  • Ring2 – das Hamburg Logbuch

    Ring2 – das Hamburg Logbuch

    Moin Moin Hamburg, vielen Dank für das Feedback zu meiner Kolumnen-Nullnummer “Hamburg, du doofes Schlagloch”. Ich verarbeite in diesem Podcast meine eigene Medienkritik, Lob (Danke C.) und Tadel (Danke B.). Hamburg ist nicht Berlin als Rubrik ist gebongt; einen Sidekick brauche ich noch – und mehr Anekdoten braucht es auch… Chapters Moin Moin Altona, Moin…

  • 17 Grad in HH — Frühlingsgefühle an der leeren Haltestelle

    17 Grad in HH — Frühlingsgefühle an der leeren Haltestelle

    Moin Moin Hamburg. KW 9 · retroglossiert. Siebzehn Grad bekamen wir in dieser Woche. Der Frühling ist da, die Natur explodiert und die Menschen strömen auf die Straßen, die Plätze, an den Fluss. Wie schnell der Schnee und das Eis auf der Elbe doch schmelzen, wenn der Atlantik warmen Wind über die Elbe schickt. In…

  • Hamburg spürt die Hitze des Krieges im milden Frühling

    Hamburg spürt die Hitze des Krieges im milden Frühling

    Freitag, 6. März 2026. 07:14 Uhr. Der Ring 2, die Ringstraße, die das Innen in Hamburg seit den 50ern vom Außen trennt. Vom Winter gegerbtes Asphaltgrau und darüber liegt der Geruch von Diesel, der heute Morgen 20% teurer ist als noch ein Tag zuvor. An der Jet-Tankstelle beim Stadtpark leuchtet die Anzeige: Diesel 2,14 Euro.…

  • Hamburgs Olympiaträume überschminken die Realität

    Hamburgs Olympiaträume überschminken die Realität

    Logbuch KW 11: Von Schönrechnern mit Sanierungsstau Vor ein paar Jahren wartete ich vor meiner Haustür in Altona im Wagen und hörte NDR Info. Ich zappte in ein Interview, dessen Details im Nebel der Zeit verborgen liegen (meint: an Details kann ich mich nicht erinnern). Aber die These des freundlichen Experten habe ich für immer…

  • Moin Feuerpferd

    Moin Feuerpferd

    „Die Tissier hat gesagt, dieses Jahr wird alles besser“. „Ist die nicht längst tot?“

  • Erinnerungen an den Hamburger Schneemann

    Erinnerungen an den Hamburger Schneemann

    So knackekalt war es lange nicht mehr. In Berlin, so berichten mir Freunde, machen sie sich lustig darüber, dass Hamburg keinen Schnee kann. Dafür konnte Hamburg Schneemänner. Dutzende säumten die Brücken an der Alster und um die Alster herum. Selbst Massaker Schneemann-hassender Männer (es sind immer Männer) konnten Hamburgs Liebe zu den putzigen Mitbewohnern nicht…

  • Hamburg, du doofes Schlagloch

    Hamburg, du doofes Schlagloch

    Wochenletter, frostige Nullnummer. KW acht. Tl;dr: Minus sechs Grad – bald dreimal soviel. Schnee wie nasse Pappe. Keine Busse. Willkommen in Hamburg, Angela. Es ist Mittwochmorgen, sieben Uhr, Hamburger Osten. Sergej Nuss steht auf dem Betriebshof in Billbrook und friert. Er könnte jetzt seinen Bus warmlaufen lassen, die Türen öffnen, die ersten Fahrgäste einsteigen lassen…

  • Warten auf den Lottogewinn

    Auf dem Jahreskontoauszug meines Tagesgeldkontos sind genau 13 Postionen. Zwölf mal wurden mir 0,95 Euro Porto für das Zusenden der Kontoauszüge abgezogen, die letzte Buchung betrifft meinen Zinsertrag: 0,09 Euro. Das hat eine gewisse Unwucht finde ich. So wird das nix mit dem Reichtum. Noch nichtmal für ein angenehmes Auskommen wird das je reichen. (Ha,…

  • Von der Arktis bis nach Palma de Mallorca

    Von der Arktis bis nach Palma de Mallorca

    In dieser Episode des Logbuch-Laut-Podcasts lade ich euch ein, mit mir in die faszinierende Welt der Logbücher einzutauchen. Ich präsentiere eine Auswahl historischer Logbucheinträge, beginnend mit dem Weltumsegler James Cook, dessen poetische Beschreibungen des Ozeans und seiner Herausforderungen zum Nachdenken anregen. Weiter geht es mit Henri David Thoreaus Gedanken über Kälte und Einsamkeit, die uns…

  • Wenn BvSB und Henry Miller dein Logbuch lesen

    Es ist der 10. Januar 2026. Oder der 11. Oder irgendein anderer dieser grauen, ununterscheidbaren Tage, die sich wie Kaugummi zwischen Neujahr und dem ersten Tag ziehen, an dem man sich dran gewöhnt hat, um 16 Uhr das Licht anzumachen. Winter. Das Wort allein klingt schon wie eine Drohung, wie ein nicht enden wollendes Meeting…

  • Der Geschmack von Salz

    Aus Logbüchern kann man viel lernen. Statistisches, wie die Windrichtung, das Wetter und was der Smutje als Essen verkauft an diesem Tag in der Geschichte. Ich vergesse die Jahreszahlen, will den Schweiß der Mannschaft und das Salz des Meeres riechen, von Menschen, Matrosen die vor uns da waren. Ich will wissen, wie sich das Leben…

  • Früher (c)

    Im Winter versammelt man sich am Kaminfeuer und lauscht den Geschichten von Opa (oder von Frederik, der die gesammelten Sonnenstrahlen in den Winter gerettet hat und nun an uns Bedürftige verteilt). Im Web versammelte man sich in Communities. Die Feuer brannten, ohne Wärme zu erzeugen – Reibung, ja – Wärme, selten. Orientierung gab die Kälte…

  • Blogmarksammlung

    In meiner Brust schlagen zwei Herzen, das eines freiheitsliebenden Tagträumers und das eines ordnungsliebenden Nerds, der als Kind ganze Spielzeiten der damals zweiten Bundesliga auf Kneipenblöcken (den mit dem beschichteten Papier) und in seinem Kopf durchgespielt hat. Komischerweise hat oft Eintracht Braunschweig die Saison gewonnen. Das wird Wolfgang freuen. Ich habe spaßeshalber mal in meine…

  • Heute ist Dein Digitaler Unabhängigkeitstag

    Fediverse, am 4. Januar 2026 Elon Musk dreht völlig durch, Mark Zuckerberg verkauft die Daten Deiner Mutter und Jeff Bezos dreht dir überteuerten Ramsch an – weil er weiss, dass du heiß drauf bist. Jaja, das weißt Du alles, aber … Es gibt ein großes Aber und das ist dummerweise unsere Bequemlichkeit. Es stört im…

  • Neujahrslogbuch (aus vier Jahrhunderten)

    Schon seit einigen Jahren spukt eine Idee mir im Kopf herum: Echte Tagebucheinträge aus verschiedenen Jahrhunderten, von verschiedenen Autorinnen und aus den letzten Winkeln der Welt zu kuratieren und denselben Tag mit verschiedenen Augen zu sehen. Neujahrsgedanken aus vier Jahrhunderten: 1. Januar 1915 Autor: Harry McNeish (Zimmermann auf Shackletons Endurance-Expedition) Quelle: The Diary of H.…

  • Neujahr durch die Gezeiten

    Neujahr durch die Gezeiten

    In dieser Episode präsentiere ich eine einzigartige Sammlung von Neujahrs-Logbucheinträgen aus vier Jahrhunderten. Ich verknüpfe meinen Substack-Newsletter mit Podcasts, um historische Perspektiven auf die Gedanken und Erlebnisse vergangener Persönlichkeiten zu bieten. Wir hören unter anderem von Harry McNeish, dem Zimmermann der Endurance-Expedition, Samuel Pepys, der das Chaos seiner Zeit schildert, Virginia Woolf, die ihre Gedanken…

  • Moin Moin 2026

    Das Tief, das gestern — also letztes Jahr – so richtig Anlauf nahm, fällt heute über uns her. Kalte Schauer wehen über die Überreste der Knallerei. Als Kinder sind wir bei so einem Wetter immer rausgelaufen, unsere Eltern lagen noch in Sauer, und haben nicht detonierte Böller gesucht. Das rote Feuerzeug aus der Küchenschublade hatten…

  • 4. Januar – mein digitaler Independence Day

    Fediverse zwischen den Jahren, draußen Frost, -2 Grad. „Wenn die Nerds und die Geeks das Silo verlassen, dann sinkt der Kahn womöglich“ Jedes Jahr um diese Zeit treffen sich Nerds, Geeks, digitale Aktivist:innen und n paar neugierige Normalos in Hamburg und tauschen Infos, früher CDs und Disketten, zeigen sich wie man die Bahn hackt und…

  • Zwischen den Jahren

    Zwischen den Jahren

    Es ist einer der Tage nach Weihnachten (ich glaube der 2. aber sicher bin ich mir nicht). Ich bin angekommen zwischen den Jahren. Die verwaschene Jogginghose gehört zu mir wie das zerzauselte Haar auf dem Kopf. Frühstück mit den Lieben, die gleich noch einen Zug nach Süden erwischen müssen. Gestern gab’s Reste zum Abendessen. Zum…

  • Es ist ein Ross entsprungen

    Meine Omi hatte ein Lieblingsweihnachtslied (das sich übrigens schwer auf der Ukulele spielen lässt): „Es ist ein Ros` entsprungen“. An beides musste ich gestern Abend, am Weihnachtsabend denken, als wir nach dem Essen und der Bescherung gemeinsam am Wohnzimmertisch meiner Schwiegermutter saßen und versuchten, dieses Lied, seinen Text und seine Melodie mit dem Strumming zweier…

  • Die Toten in Mamas Plattenkiste

    Ich bin in dem Alter, in dem die Helden meiner Jugend reihenweise den großen, ihren letzten Törn antreten. David Bowie, Prince, Sinead o’Connor, und so viele mehr. Und die Künstler, die in der Plattenkiste meiner Mutter wohnten. Wie jedes Kind meiner Generation habe ich vor der elterlichen Marantz-Anlage und dem Dual Plattenspieler mit Holzapplikation gesessen…

  • Klar zur Wende – zur Wintersonnenwende

    Klar zur Wende – zur Wintersonnenwende

    Wintersolistice,21. Dezember um drei Uhr drei Minuten. Seit gestern um kurz nach drei wird es wieder heller. Ich verabschiede die Momente des Jahres 2025 und beginne das, was die Azteken die „tote Zeit“ nannten – die Zeit zwischen den Jahren, in der man irgendwann vergisst, welchen Wochentag wir haben. Den Glücklicheren von uns passiert das…

  • 4: Weihnachten, Dezember, kann man den Winter vorlesen?

    (Vorlese-Podcast) – Winter, Weihnachten – Melancholie und Kerzenschein. Ein Vorlesepodcast für die letzten besinnlichen Tage des Jahres. Und immer kommt Regen darin vor 😉 Alle Ebooks und 1 Kaffe für den Vorleser gibts hier: https://ko-fi.com/ring2/shop Bei Gefallen bitte teilen oder ein Anlegebier ausgeben: https://ko-fi.com/ring2

  • 3: Mallorca ohne Ballermann – Logbuch Laut

    Mallorca im Frühling, Mallorca die Lieblingsinsel meiner Kindheit (Hallo Erobique 😉) Kaum eine Urlaubsinsel hat so viele Facetten, vor allem in der kurzen Zeit, bevor die Ballermänner kommen. Ein Logbuch Laut Podcast mit Texten aus meinem Blog. Die Texte, die ich in diesem Podcast lese und erkläre: Die werden mit Kopf gegessen. Frühling auf Mallorca…

  • Opas Ölgemälde

    Opas Ölgemälde

    Meine Großeltern hatten noch „eine gute Stube“, die meist wenig geheizt wurde, denn in ihr hielt man sich nur zu besonderen Gelegenheiten auf. Das alltägliche Leben fand in der Küche statt, oder im Keller beim Werkzeug, das meinem Opa heilig war oder im Schlafzimmer, wo meine Omi ihre Kölner Wässerchen vor der Frisierkommode sortierte, die…

  • 2: Neues und Altes aus Blankenese

    In dieser Episode von Logbuch laut tauche ich in die Geschichten und Traditionen von Blankenese ein, einem Stadtteil, der mir besonders am Herzen liegt. Inspiriert von einem Artikel im Hamburger Abendblatt, reflektiere ich über die untypischen Diebstähle in der wohlhabenden Nachbarschaft und die sozialen Dynamiken zwischen den traditionsbewussten Blankenesern und den neu zugezogenen Wohlhabenden. Ich…

  • Blankeneser klaun

    Blankeneser klaun

    Meine Omi wäre stolz auf B. gewesen. B. hatte mir beim Abendbrot erzählt, dass sie am Bahnhof Blumen geklaut hat. Dabei hat sie plietsch gewartet, bis die Fahrgäste in den Zug, aber noch nicht aus dem Zug steigen konnten. Meine Omi kam aus Blankenese und hat mir von kleinauf weisgemacht, dass geklaute Blumen die schönsten…

  • Œuvre

    Kennt ihr das?, ein Künstler, eine Künstlerin stirbt und ihr lest davon im Internet. Dann posten Bekannte, welche Beziehung sie zu den Songs haben und ihr werdet neugierig. Bei einem guten Glas Rotwein taucht ihr in das Werk ein (oder wieder ein) und wundert euch ein wenig, warum erst der Tod euch diesem Menschen (wieder)…

  • Logbuch Laut – aus der dänischen Sydsee

    Nu gibts meinen Blog und Newsletter auch als Podcast. Die erste Folge der neuen Staffel ist nun on air – hier und überall, wo es Podcasts gibt. Die dänische Sydsee, Seglerparadies in Dänemark und bestes Mittel gegen den Winterblus, sich Geschichten vom Sommertörn vorlesen zu lassen. Blogposts/ Orte aus dem Podcast: Vielen Dank an alle,…

  • 1: Die Dänische Sydsee — Logbuch Laut

    Die dänische Sydsee, Seglerparadies in Dänemark und bestes Mittel gegen den Winterblus, sich Geschichten vom Sommertörn vorlesen zu lassen. Blogposts/ Orte aus dem Podcast: Drejoe Marstal (Aeroe) Soeby (Aeroe) –Troense (Fyn) Bei Gefallen bitte teilen oder ein Anlegebier ausgeben: https://ko-fi.com/ring2

  • Kalter Aschenbecher

    Newsletter sind sowas wir die „Hits aus den 80er, 90ern und dem besten von heute“ des Internet, oder wie man eben auch heute sagen muss: dem freien Internet. Sie waren schon immer da und wie ein guter Song über einen gewissen Sonny wandeln sie ihre Gestalt und bleiben doch immer gleich. Vor genau zehn Jahren…

  • Champagner Renette meets Miami Vice

    Champagner Renette meets Miami Vice

    Nachts wirds frisch mit sechs Grad. Ein eingedrehtes Tief dreht sich mit viel Wind um sich selbst und schickt lange Bänder Regen über das platte Land an der Elbe. Windräder sind die einzigen, die das freut. B. war gestern draußen spazieren und hat mir einen kleinen grünen Apfel mitgebracht, einen vergessenen, den die Plünderer am…

  • Erinnerungen an eine Schwüle

    Auf die Hitze folgt die Schwüle. Die auch nachts nicht weichen will. Betört mit ihrem steten Druck die Ruhe-suchenden Menschen. Lustigerweise ist „schwühl“ etymologisch das Gegenteil von „kühl“. Auch erotisch, wie es schon 1855 in den „Die drei gerechten Kammacher“ hieß: »O Thees!« rief sie und drückte sich fester an ihn; es ward ihm schwül…

  • Existenzielles und Stormgebrus

    Existenzielles und Stormgebrus

    Strande, 10 Grad nachts, Sturmnacht mit 10 Bft. aus SO. Ich würde so gerne schlafen, doch Detlef, der ehemalige Hurricane Humberto, dem sie in Deutschland diesen schlimmen Namen verpasst haben, lässt mich nicht. Ich wär auch sauer, wenn man mich plötzlich so nennt, nur weil ich nicht mehr todbringend mächtig bin. Für den kleinen Hafen…

  • Bagenkop oder Palma?

    Bagenkop oder Palma?

    Bagenkop, stürmischer Wind aus Ost. Mal wieder Sturmflutneigung an der westlichen Ostsee. Nachts einstellig, 8 Grad. Tagsüber sonnig, 15 Grad. Ich sitze an der Südspitze Langelands mit einer Muck Kaffe im Cockpit und denke an den Winter. Das mache ich um diese Zeit des Jahres immer: nochmal losgehen (in Rekordzeit und mit schlappen Armen vom…

  • Ein Boot, das nicht leckt, ist mir suspekt

    Ein Boot, das nicht leckt, ist mir suspekt

    Hafen Strande, 14 Grad, Reste vom Sturm „Zack“, in Böen 7 bis 8, aus Südwest. Ich schlafe bei Sturm schlecht. Nicht nur, daß irgendwo immer was klappert oder ruckelt (ich bin inzwischen echt gut darin, Fallen, Bändsel, Leinen und alles andere so zu sichern, dass sie auch bei zehn Beaufort Ruhe geben — aber so…

  • Dorschnetze zu verschenken

    Dorschnetze zu verschenken

    Es sind die letzten warmen Tage an der Ostsee. Die meisten Touristen sind zurück im Rheinland, die Segler aus Hamburg und Bremen bringen ihre Yachten durch den Kanal auf die Elbe oder weiter in die Weser (der Schlenker über die Nordsee kann dabei schon recht herbstlich fies werden). Dabei nutzen sie den kleinen Hafen an…

  • Neu, nu mit Rauschen

    Ich weiß noch genau, wann es anfing. Beim Zähneputzen am Sonntagmorgen. So gegen neun. Nein, genauer kurz nach 9:15 Uhr stürzte mein Gehör, so nennt man das. Eigentlich stürzt aber gar nix, es legt sich nur ein Rauschen auf die Welt, das man von hartnäckiger Feuchtigkeit im Sommer kennt. Das knackt dann ein paar Stunden…

  • Weiches Licht, weichende Kraft

    Der Hochsommer weicht langsam, aber spürbar. Solange die Nächte noch zweistellig sind, darf man nicht jammern, sagt eine alte Seglerinnenweisheit. Das Einstellige kommt noch früh genug. Aber die Selbstverständlichkeit ist gegangen. Die Selbstverständlichkeit mit der ich in Birkenstock und kurze Hosen geschlüpft bin die letzten Wochen. Ich habe letzte Woche sogar kurz eine Übergangsjacke angezogen.…

  • Urlaub in Pinneberg?

    Urlaub in Pinneberg?

    Hamburg, Mitte August. 14 Grad und immer mal kurze Regenschauer. Carsten Meyer, mit Ypsilon, ist ein Mann, vielleicht der Einzige, der seinen Wohlstandsbauch mit einer selbstverständlichen und würdevollen Coolness tragen kann. Nicht nur in diesem Sinne ist er mein Vorbild. Ich bin auf dem Weg zu ihm. Dachte ich zumindest bis eben noch. Der ICE…

  • Die 5 besten, schönsten, tollsten Lebensweisheiten

    Wer Facebook hat, der kennt sie: Lebensweisheiten. Ich habe die schönsten für euch aufgeschrieben. Zwei davon, quasi Vorinternet-Klassiker, sind von meiner Omi. Shipping beats perfection Gerade wir Deutschen sind ja Planungsweltmeister. Eigentlich trauen wir uns erst vor die Tür, wenn der der Weg, das Equipment und alle Umstände im Voraus bedacht sind. Das führt oft…

  • Boomer sind mitgemeint

    Wahrheitsministerium, schwacher Wind aus West (woher sonst), Schauerwetter. Für die Jahreszeit zu kalt. Liebe Leserinnen und Leser, und liebe Menschen, die sich mit keiner der beiden Anreden angesprochen fühlen, dieser Text könnte für euch moderne Menschen (also alle außer für Boomer — ungegendert, die nur auf den ersten Blick einer gewissen Jahrgangskohorte angehören, denn es…

  • Hej Axl Rose, was soll der Scheiß?

    Mannheim, August, 1991. Heiß, kaum Wind.Wir warten auf Guns n Roses Es ist gleich beim Einsteigen heiß im Bus, in dem wir sehr lange Zeit sitzen werden, um gerade so rechtzeitig nach Mannheim zu kommen. Der Veranstalter, Metal Tours, hat pro Bus zehn Paletten Freibier versprochen. Das war ausschlaggebend für Moritz, uns vier Plätze zu…

  • Wir Ertrunkenen

    Flensburg Marina, im Sommer 2006. Sonne 26 Grad, schwachwindig. Ich kenne diese Homer Simpson Momente, in denen einem maximal noch ein kurzes „Nein“ entspringt, angesichts der Doofheit dessen, was einem gerade passiert oder man gerade selbst tut. Mir graut heute noch vor dem Gedanken, dass ein solcher Moment mein letzter sein könnte. Ein letztes „Nein“,…