Moin.Moin. Stefan ist jetzt Sportdirektor.Jo.Ob sich was ändert?Jo.Was meinst du was?Alles. Kostet, oder?Jo.Und wer bezahlt das?Wir.Aber wir sind doch St. Paulianer?Jo.Und Kühne?Der zahlt nie. Bleibt Baumgart?Nö.Wieso?Kaufst Du Spezi im Späti?Nö.Siehste.
Autor: 500 Zeichen
500 Zeichen am Morgen ist ein Autofiktionales-Prosa-Format, das ich seit 2023 mehrtäglich hier im Blog und im Fediverse sowie per Newsletter verschicke.
Wie 2014 nur anners
2014 war das Sommerhalbjahr warm und lang. Von einer selbstverständlichen Unschuld gelabt, die uns heute verloren ist. Der Hafenmeister hatte Ende Mai schon braune Beine.Kurze Hosen waren seine Uniform in dieser warmen Wonne;dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Den idle Blick auf die Ostsee gerichtet, blinzelnd in den hellblauen Nordhimmel lächeln – und annersrum. […]
Farvel Lartschi

CW: Tod Ich trauere um einen alten Freund, der in der HHer Werberszene beruflich eine Heimat hatte, meinen Freund Lartschi, bürgerlich Lars Trzebiatowsky. Ich lese die Nachrufe seiner Kollegen und denke leise – zum Glück kannte ich auch andere Momente; die albernen, die leicht angetüdelten, die erst auf den 2. Blick tiefgründigen Gespräche, die in […]
Am 1. Mai geöffnet

Es gibt ein untrügliches Zeichen, dass in dem kleinen Dorf an der Ostsee die Saison nun bald losgeht: wenn der Kaufmann sonntags und feiertags offen hat, ist der Winter offiziell vorbei. Am 1. Mai isses hier an der Außenförde soweit. Herr Schröder, fest mit seinem Laden verwachsen wie alle kleinen Kaufleute im Norden, wird nun […]

Index: „Einhand um die Welt“ von Joshua Slocum In dem schönen Land Nova Scotia, einer Meeresprovinz, erhebt sich ein Gebirgszug namens North Mountain, der einerseits auf die Bay of Fundy und andererseits auf das fruchtbare Annapolis-Tal blickt. Auf dem Nordhang des Gebirges wächst robuste Fichte, perfekt für den Schiffsbau, aus der schon so viele Schiffe […]

Gegen Mitternacht zog der Nebel wieder zu, dichter als je zuvor. Man konnte fast „darauf stehen“. So ging es einige Tage lang weiter, und der Wind nahm zu, bis auf Orkanstärke. Die Wellen schlugen hoch, doch ich hatte ein gutes Schiff. Dennoch fühlte ich mich in dem düsteren Nebel einsam, wie ein Insekt auf einem […]
Hemingway meets St. Pauli
Was macht ein AI-Modell mit der Anweisung, einen jungen Amerikaner statt nach Paris nach Hamburg St. Pauli verschlagen zu lassen? Tl;dr: AI kann keinen Hemingway schreiben; einzelne Passagen, leicht reduziert, sind aber brauchbare Vorlagen. Hemingway besucht St. Pauli: „Die Überreste der durchzechten Nacht klebten wie Schatten an ihm, die Erinnerungen an die Reeperbahn, die in […]
Altonaer Zuckerfest
„Eid Mubarak“ heißt der Gruss, den sich praktizierende Muslime am Neumond nach dem Fasten zurufen. In der Heimat meiner Kinder ein Fest, das sich in die lokale Kultur eingewoben hat. Ich denke immer wieder gerne an das gemeinsame Feiern des „Zuckerfestes“ in der Altonaer Grundschule meiner Kinder. Ein kleiner Moment, der die protestantisch geprägte Mehrheitsgesellschaft […]
Walkapriolen
Die Kapriole ist ein scheues Ding und wird von uns deswegen so geschätzt, weil sie selten ist und nach gelungenem Auftritt auch wieder ging. Die gemeine Wetterkapriole ist in unseren Breiten am Häufigsten. Dass gleich zwei Buckelwale nun Flensburg besuchen, die ist neu. Sie scheinen es sich gemütlich zu machen. Was kommt als nächstes? Haie […]
Grüne Linie
Wer es bis hierhin geschafft hat, hat Oma immer gesagt, den trägt die Kraft des Frühlings, die Kraft der Erneuerung, noch einen weiteren Sommer. Ich denke an die, die wir auf dem Weg zur ostergrünen Markierung verloren haben. Alte, Junge, Schwache und Starke. Die Starken befällt die Dunkelheit des Winters am stillsten. Niemand kann die […]
Stille Sucht
„Ich weiss nicht genau, wann ich damit angefangen habe. Nur an eines kann ich mich genau erinnern: ich mochte es zu Anfang nicht“, sagte er irgendwie beiläufig als ich in die Straße einbog, in der wir beide seit 25 Jahren leben. „Was?“, fragte ich. „Zigaretten oder Bier? — ich mochte lange kein Bier“, sagte ich. […]
Gift
Wann war der Moment, als im Deutschen das Wort für Geschenk zur Beschreibung lebensbedrohlicher Substanz wurde? Beide kommen von Außen. Da ist jemand, etwas, das es uns verab- oder hinreicht. „The gift“, oder auch „de Gift“ im Plattdeutschen, das Hingegebene, wurde im Deutschen zum Gift. Das Verabreichte — das tödliche Grausen. Manchmal von anderen, den […]
Krähengedanken
Warum Krähen lieber hüpfen statt zu fliegen?, hatte ihn schon immer gewundert. Manchmal hatte er das Gefühl sie taxierten ihn – von der Seite mit einem Auge. Dann hüpfen sie einen halben Auerbach und gucken mit dem anderen Auge. Und diese Tiere sollen sehr intelligent sein?, weit bringt sie das ja nicht. Später dachte er […]
Genderst du schon?
„Wie haltet ihr das eigentlich mit dem Gendern?“, fragte eine Freundin der Familie neulich, ü80 und neuerdings Newsletterabonnentin der 500Zeichen . Es nervt sie im Alltag ein wenig, was ich verstehen kann. Allerdings, und das besprachen wir auch, gewöhnt man sich schnell daran. Ein paar Glottisschläge später, merkt man die kurze Respektpause garnicht mehr. Alternativ […]
Gölj
Es war früh. Das Watt und der Himmel gingen ohne Horizont ineinander über. Von dunklem in helles Grau. Noch war niemand unterwegs, er hatte die Stille vor Sonnenaufgang für sich allein, als sein Stiefel im Schlick stecken blieb. So sehr er sich anstrengte, er bekam ihn nicht frei. Hinter ihm legte etwas seine warme Hand […]
Henry in Berlin

Henry Müller könnte ein amerikanischer Mittzwanziger sein, der aus Paris kommend auf seiner Europatour 1998 das Nachwende-Berlin entdeckt und sein schillernd-schäbiges Nachtleben: „Der KitKat Club war mehr als nur ein Ort des Vergnügens – er war ein Spiegelbild der menschlichen Natur, ein Ort, an dem die Dunkelheit und das Licht, die Lust und der Schmerz […]

Alles was an den 90ern besonders war, kann man im Indiefilm „Clerks“ von 1995 bewundern. Die Trostlosigkeit der Vororte in den USA aus denen Grunge entstand. Die Überforderung, zwischen Jugend und Erwachsensein eingezwängt zu sein – die sich über die schnellen Dialoge über Oralsex und Kultur auf den Zuschauer überträgt. Münztelefone, keine Handys. Die nie […]
Was bleibt
Habt ihr euch schonmal gefragt, was von euch, von eurem Wirken in Erinnerung bleibt? Einen kleinen Vorgeschmack kann man bekommen, wenn man alte Kollegen aus dem alten Job wiedersieht. In meinem Fall blieb dort ein wenig schmeichelhafter Spitzname für einen Kunden. Obwohl mich dort kaum noch einer kennt, hält sich der hartnäckig. Ein wenig traurig […]
Random-Glück

Spontan freundlichsein, Fremden gegenüber, macht nachweislich glücklicher. Immer mal wieder praktiziere ich „RAKs“, wie das in der Soziologie heisst: „Random Act(s) of Kindness“. Manchmal werfe ich Kleingeld hinter mich oder lege es auf Stufen. Ich stelle mir dann vor, wie sich jemand freut beim Finden. Heute war ich Empfänger einer solchen spontan-freundlichen Aktion. Ich hatte […]
Day of the Dude

In Neuseeland wird man nicht schief angeschaut, wenn man als Religion „Jedi“ angibt, Jediism ist dort als Kirche anerkannt. George Lucas also der erste Mensch, der Blockbuster- und Religionsstifter ist. Was das über unsere Popkultur-zentrierte Welt sagt, überlasse ich deinem Urteil. Ich habe mich heute zu entspannen und soll schwierigen Gedanken aus dem Weg gehen, […]
Mondaufgang
Vom goldenen Schein seiner großen Gefährtin beschienen, quält sich der Mond heute aus dem Bett der Nacht. Selten haben die ungleichen Liebenden viel Zeit zusammen. Es ist eine Stunde vor Sonnenaufgang, als sie sich trennen. Er muss heute eher hoch, rein in den klammen Rest der Nacht; darf auf keinen Fall mit ihr zusammen gesehen […]
Stillleben
Als er nach einer Woche Urlaub wieder nach Hause kam, war alles so, wie er es verlassen hatte. Die Kaffetasse stand noch da, wo er sie hatte auf dem Tisch stehen lassen; nur war der letzte Tropfen inzwischen zur Kruste getrocknet. Die Tulpen hatten noch eine Weile weiter gelebt, bevor sie sich ihrem Schicksal ergaben. […]

Eine große orange Sonne geht heute über dem Kap unter. Die Lebensspenderin schickt letzte Strahlen in mein Gesicht. Sonnenwinde verbinden sich mit den Südwinden, die auf Sylt heute Nacht Orkanstärke erreichen. Zusammen genommen, spüre ich die zusätzliche Energie beinahe und denke einen komischen Gedanken: nicht weit südlich sehen sie dieselbe Sonne und steigen kurz nach […]
Pao Pao

Was ich ganz cool finde, in dieser Strandbar an der Platja de Palma auf Mallorca werden keine Promis verewigt, wie bspw im Danmark Hotdog auf der Reeperbahn — Otto malt Otti-Fanten. Hier sinds stinknormale Touris aus inzwischen mehreren Jahrzehnten. Kurze Momente der Sangria-seeligen Auszeit vom Kohl-Deutschland der 90er bis zu modernen Undercuts mit S04-Bierbauch. Echte […]
Die werden mit Kopf gegessen

In meiner Lieblingstaverne auf St. Pauli (der Taverna Plaka, frdl. Empfehlung) streitet man gerne. Über Politik, Essen und das Leben an sich — in der jahrtausendealten Gewissheit, dass das ein und dasselbe ist. Als der Hamburger Sommer seine letzten großen Tage hatte stritten sich zwei Ober darüber, bei welchen Sardellen man den Kopf mitessen sollte. Die […]
Frühling auf Mallorca
Es ist Frühling an der Platja de Palma. Mit 2 Windstärken huscht eine laue Brise über den mit braunen Filzknödeln übersäten Strand. Einheimische erkennt man daran, dass sie Wollmütze und Daunenmantel tragen. Touristen, dass ihnen 15 Grad und Sonne warm genug sind für Shorts und Flip-Flops. Ich sitze bei einem Caffè Cortado in einer der […]

Erst wenn die Sonne hinter der langen Landzunge untergeht, wird es sichtbar: das alte Leuchtfeuer von Formentor. Sie ist noch keine Minute fort, da erhascht das geübte Auge seinen warnenden Blitz. Jeder Leuchtturm hat seine eigene Frequenz, manche fast einen Beat. Das Feuer von Formentor hat keinen grünen oder roten Korridor, keine Kadenz. Es zeigt sich […]
Selbstglaubwürdigkeit
Mein Kumpel O. ist nicht nur n „feiner Kerdl“, wie mein Opa das ausgedrückt hätte, er trägt auch noch eine große Verantwortung. Für einen mittelmäßigen Konzern, der sich im Haifischbecken von Finanzinteressen, Medien und renitenten Eigentümern behaupten muss. Er gibt dann und wann Interviews in denen er dann Sätze erfindet, die so nur er sagen […]
Patrone des Frühlings

Geduldig wartet die Patrone des Frühlings auf ihren Einsatz. Seit Monaten schon auf den Ästen munitioniert, ragt sie in den Winterhimmel über den die grauen Boten des Vorfühlings rasen. „Ist es nicht schon soweit?“, scheinen sie zu fragen. Wenn man genau hinschaut, zittern und wackeln manche von ihnen vor Vorfreude. „Der Februar muss weg“, sagt […]
A long way

In einer Lieblingsserie —“Life on Mars“ (BBC) — wird der Protagonist Sam ins England der 70er Jahre katapultiert. Dort struggelt er vor allem mit der rüden und gewaltvollen Art des Polizeichiefs. In einer Szene platzt Sam der Kragen: er brüllt seinen Ärger über das Gesaufe, den Sex- und Rassismus, die Missachtung aller Regeln dem Chief […]
Ich hab Hauntologie

Achim Reichel wird Tik-Tok Star in Korea. Tracy Chapman steigt mit ihrem 36 Jahre alten Album auf der Nummer 1 in die Itunes Charts ein. Aufguss, Renaissance?, was ist das? Popkultur wiederholt sich selbst, ohne wirklich Neues in den Pool zu kippen. Der wird langsam moosig. Dieses Gefühl gibts auch in wissenschaftlich: „Hauntologie“ heißt die […]
Stevies Festplatte

Tracy Chapman wirkte auf der Grammy-Gala zwischen den ganzen jungen Künstlerinnen wie eine Weise aus einer anderen Welt – Überbleibsel aus einer Zeit, in der große Konzerte die Popwelt bevölkerten. Wir hörten als ganze Familie das „Mandela“ Konzert aus Wembley im NDR (über die Stereoanlage) und schauten TV nebenbei. Chapman war uns völlig unbekannt als […]
Ölmann und die Poesie
„Ölmann ist ehemals – das erfuhr ich – ein ganz konservativer Kunstmann gewesen. Nach Goethe hatten noch ein paar halbwegs begabte Reimschmiede gelebt, und seit 1870 ungefähr war es mit der Dichtkunst aus, ganz aus, überhaupt aus. Es würden auch keine Dichter wiederkommen. Einen Goethe oder Shakespeare hatte die Natur nun schon gar nicht mehr […]
Ottos Villa
Kennt ihr die Szene im Weihnachtsklassiker „Ist das Leben nicht schön“, wo Protagonist George Bailey beim örtlichen Købmand immer das Feuerzeug-Orakel nach einer Million Dollar befragt? Mir geht das in letzter Zeit so, wenn ich an der alten Villa von Otto Ernst in Othmarschen vorbeigehe. „Wenn ich mal Millionär bin, kaufe ich dieses Haus“; und […]
Frühling in Sagres
Leise startet der Frühling,kommt aus Sagres angeflogen. Mit 40 Kilometern am Tag. Allein gegen die Zeit.Entflieht Zeitzonen in Australien.Vorwärts nach Europa, nach Portugal.Von dort aus nach Altona. Gefühle, Gedanken, Gedichte, Poesie,Blätterteig und Außengastronomie. Langen, warmen Sonnenschein mag jedes Kind.Erinnert er uns doch daran, dass wir noch lebendig sind. Ich genieße den Vorfrühling in Hamburg mit […]
HSV-Stau
Am Samstag fuhr ich auf der A7 nach Norden, als kurz hinter Bahrenfeld der Verkehr stockte, auf der rechten Seite stands ganz still. Die Kennzeichen waren mannigfaltig: WL, ROW, H, alle von südlich der Elbe. Vor der Ausfahrt ‚Volkspark‚ staute sich der Abbiegeverkehr; BMWs aus Winsen drängelten, Harburger SUVs hupten. Chaos. Kleiner Tipp aus St. […]
Herum
Anna gehörte zu der Art Menschen, die immer um etwas herumgehen müssen, bevor sie umdrehen. Beim Spazierengehen war das ein Baum oder ein Wartehäuschen. Es gefiel ihr, wenn zumindest symbolisch der eine Weg ein Ende fand – sie ein Ziel ereichte, bevor der Rückweg begann. Einfach nur umzudrehen war ihr zuwider. Sonntag hatte sie ihren […]
Omas Rezept für Blankeneser Grünkohl

Beim Essen und der Politik hört ja bekanntlich der Spaß auf. Bei meiner Oma in dem kleinen Fischerdorf bei HH, aus dem wir stammen, hört der Spaß beim #Grünkohl auf. Ihr #Rezept hat Zutaten und Auf-gar-keinen-Fall-Zutaten, quasi „Wegtaten“: Alles mindestens 8 Stunden köcheln lassen; am besten 2 Tage.#500zeichen
Überall Antifa

Dass Politik auch Spaß machen kann, sieht man überall im Netz gerade. Rennradfahrer, Autisten, Bäckergesellen, Weinbauern, entlegene Regionen genauso wie Gamer und IT-Consultants, alle basteln ihre eigenen Antifa-Sticker. Das ist lustig. Und zeigt: das Sichwehren gegen Rechts ist überall, Antifa eher eine lose Verabredung als Organisation. Zu welcher Antifagruppe gehörst Du?, überleg mal. Ich muss […]
Widerständiges Rosenkohl-Pesto

Ich stehe gestern bei meinem Gemüsehöker kurz unentschlossen herum, da fragt er mich: „Hast Du schon unser Grünkohlpesto probiert?“ Ich staune, und sehe auch so aus. „Man kann aus allem Möglichen Pesto machen — und wer einmal damit anfängt, kauft nie wieder eins im Supermarkt“. Ich habe heute mein erstes Rosenkohl-Pesto gemacht (Grünkohl war aus). […]
Auf die Straße

Meine Mutter hat vor zehn Jahren schon gesagt, dass ihre ganze Hoffnung auf der Generation ihrer Enkelinnen liegt. Nur müssten die auf die Straße statt in Apps vergifteter Schönheit nachzujagen. Gestern habe ich mit meiner Tochter telefoniert, wir haben uns verabredet zu demonstrieren. So richtig echt auf der Straße, mit ihren Mitschülern. Hamburg nutzt heute […]
500 Zeichen am Morgen
Der Morgen passt in 500 Zeichen, oder besser: passt der erste Gedanke morgens in ein Posting mit 500 Zeichen? Das habe ich mich gefragt und testweise ein neues Morgenseiten-Format kreiert, das in ein Mastodon Posting passt (deswegen auch der Hashtag #500zeichen). Inzwischen mache ich das seit eineinhalb Jahren. Den ersten Band hälst Du in der […]
In Altona im Bus
Eine Gruppe Jungs steigt in Altona zu. Alles große Männer, von ihrer Stiefelgröße her gedacht. Vor einem Jahr war das noch “Gefahrengebiet”, sagt der eine. Die anderen nicken; sie wissen, was das bedeutet. Gemurmel, „Hihihi“ macht einer —Teenagerkram. Sie steigen aus; einer von ihnen sieht mich kurz an. Ich erkenne Erkennen. “Grüß Deinen Alten, ja?“, […]
Als ich noch ein junger Blogger war, da gab es einen unter uns, der ganz besonders schöne Prosa schrieb. Sein Blog hieß „500 Beine“.
Soweit ich weiss, schreibt er heute noch. 500 Zeichen kann Mastodon zu einem Post verarbeiten, was mich an die Zeit erinnerte, als jeder über sein eigenes digitales Zuhause (Blog) mit anderen verknüpft war.