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(B)Logbuch

Zwischen den Jahren

Es ist einer der Tage nach Weihnachten (ich glaube der 2. aber sicher bin ich mir nicht). Ich bin angekommen zwischen den Jahren.

Die verwaschene Jogginghose gehört zu mir wie das zerzauselte Haar auf dem Kopf. Frühstück mit den Lieben, die gleich noch einen Zug nach Süden erwischen müssen.

Gestern gab’s Reste zum Abendessen. Zum Frühstück um 12:00 auch — und das kleine Extra, das B. für einen schönen Anlass aufbewahren wollte und das jetzt weg muss, bevor es schlecht wird.

Wir hören französische Caféhausmusik, auch weil Brigitte Bardot gestorben ist (und nicht nur B. dachte, die wär schon längst tot).

Ich hab nix vor. Außer noch im Hellen rauszugehen: ein wenig spazieren. Da muss ich mich inzwischen sogar beeilen. Es wird zwar immer heller, aber für meinen Geschmack viel zu langsam.

Danach lese ich in dem geschenkten Buch über Nichtsegler, die in die Antarktis aufbrechen. Also sag nicht, ich hätte nichts vor.

„Was machen wir eigentlich an Silvester?“, fragt B. in die verharzte Stille und plötzlich wird die Zeit wieder flüssig.

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(B)Logbuch

Klar zur Wende – zur Wintersonnenwende

Wintersolistice,
21. Dezember um drei Uhr drei Minuten.

Seit gestern um kurz nach drei wird es wieder heller. Ich verabschiede die Momente des Jahres 2025 und beginne das, was die Azteken die „tote Zeit“ nannten – die Zeit zwischen den Jahren, in der man irgendwann vergisst, welchen Wochentag wir haben.

Den Glücklicheren von uns passiert das früher, die anderen haben noch Spaß mit DPD.

Diese Tage zwischen den Jahren sind magisch, trotz Nebelschwaden nahe dem Gefrierpunkt und immer noch langen klammen Abenden. Denn sie sind so ambivalent wie das Leben. Egal ob in Altona oder Friesland.

Hektisch und besinnlich gleichzeitig wird weniger gebloggt und gepostet – und das ist gut so. (Ich liebe es übrigens, an Heiligabend noch etwas Vergessenes einzukaufen – alle sind entspannt, der Stress der Vorweihnachtszeit fällt sprichwörtlich aus den Gesichtern. Verkäuferinnen lächeln und Kunden grüßen nett)

Nach einer alten Überlieferung ist das Gewebe zwischen den Dimensionen nie so blickdünn wie zur Zeit zwischen dem was geht und dem was kommt. Und auch wenn ich weiß, dass der 1. Januar den 24 Stunden davor zum Verwechseln ähnlich sieht, ist 2026 gefühlt heute noch weit weg.

Zwischen den Jahren soll man loslassen und nix Neues beginnen. Und doch geht es mir regelmäßig so, dass mein Verstand mir 1000 Ideen ins Bewußtsein schmeißt. Als intuitiver Blogger will ich dann gleich beginnen – und tue das meist auch.

Unterbrechen wir aber mal kurz den Flow of Consiousness. Vielen herzlichen Dank an euch alle. An die Lesenden, meine Kritikerinnen (muss ich nicht gendern;), an Christoph für seinen ewigen Support, für die Ebook-Downloader und meine 11 Kaffespender.

Ihr seid toll!

Nehmt euch n Tee oder n Grog und lest n gutes Buch. Kommt zur Ruhe und denkt nicht zuviel nach. Die Zukunft kommt von ganz allein.

Wer mag, kann sich das Iging des kommenden Jahres werfen. (Mir rät das Iging mit dem Hexagramm 45, mich mehr auf meine Community zu verlassen – das ist doch mal n guter Rat 😉

PS Titelfoto: Ich sag doch, schon heute ist es kaum zu unterscheiden, ob 1 Foto echt oder KI-generiert ist. Das Titelfoto ist es – eins davon 😉

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Haikus, Gedichte und andere kurze Gedanken

O 2025!

„May the powerful play go on.
And me may contribute a verse.“

Frei nach Walt Whitmans „O me. O life“.

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500 Zeichen

Na? Vorsätze fürs neue Jahr? Ich nicht.

„Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!“, schrieb uns Erich Kästner, der weise Deutsche, einst ins Lebensbuch.

Auch Neujahr 2025 starten viele voller Elan und Plan in einen Januar, der dem Dezember von vor 24h zum Verwechseln ähnlich sieht.

Alles wandelt sich und doch bleibt Konstanze; gilt immer das, was meine Omi mir riet: Nimm di nix voer, dann sleight di nix fehl!
Auch 2025.