Eigentlich schade. Da ich meinen Hamburg Newsletter 》Ring2, das Hamburg Logbuch 《 früh am Sonntag morgen verschicke, habe ich quasi einen selbstverschuldeten Redaktionsschluss, denn: Emails kann man nicht updaten, auch bei Podcasts ist das eher unüblich.
Dabei passiert zwischen Fertigstellung am Sonnabend Mittag und dem Lesen am Sonntag noch ne Menge, manchmal lustiges, manchmal ärgerliches … so wie gestern.
„Stau im Tunnel, HSV“
Auf dem Weg nach Blankenese fuhren wir an mehreren S-Bahn Stationen vorbei, wo Bahnsherriffs die Massen HSV-Fans versuchten, einigermaßen geordnet in unseren Waggon zu verfrachten.
Da waren nette dabei, wie der neben mir Platznehmende, aber auch Leute, die mir den HSV immer wieder vergällen. Saufende Schreihälse, denen nix anderes einfällt, als mit sich überschlagender Stimme St. Pauli zur Hölle zu schicken.
Der Zug fuhr — vollgepackt mit Fußballfans — statt nach Altona, nach Holstenstraße: es sei Stau im Tunnel, meldete der Zugführer.
Sofort krakeelte der Besoffki: „STAU IM TUNNEL, HSV, STAU IM TUNNEL, SCHEISS ST PAULI“.
Diese Episode hätte es eigentlich in meinen Letter geschafft. Schade.
Unsere Bahnfahrt nach Blankenese war übrigens in Klein-Flottbek zuende. Stromschaden in Blankenese. Nix fuhr mehr. Hunderte feierwütige Hamburger drehten missmutig um oder schulterten ihre Biervorräte für einen längeren Fußmarsch an den Blankeneser Strandweg.

In Blankenese angekommen, verdrängte das entspannte Osterfeuer die Strapazen der Anreise völlig. Es war nicht überfüllt wie befürchtet, nee, eher so wie früher, als weniger Touris und mehr Einheimische den Frühling begrüßten.
Toll war das. Und ein wenig schade, dass das nicht im Letter steht. Egal, nu steht es ja hier …

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