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Viva

Ich frage mich, ob das immer noch so ist, dass pittoreske italienische Dörfer auf Bewohner hoffen, weil die alten verschwinden. Quasi McPomm in lebenswert.

Ich träume mich dann auf den Marktplatz, an dem ich jeden Tag sitze. Ich trinke Espresso und schaue dem Dorf beim Treiben zu, trage einen Strohhut gegen die Sonne und wechsle gegen 1400 Uhr zu Weißweinschorle.

Mit W. u M. gehe ich zum lokalen 4. Liga Club und im Herbst kommen die Kinder zu Besuch.

La dolce vita di sempre

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Abfall bitte zurückbleiben

Hamburg, zehn Grad (alle Zahlen unter 13 schreibt man aus, so kalt), Nieselregen

Ich bin Teil der Generation, die ein mittelklassiger Autor mit Titel-Talent einmal Generation Golf getauft hat. Für mich gehört Individualverkehr mit Kraftfahrzeug zum Leben dazu. Vor unserer Schule verursachten damals keine Helikoptereltern den morgendlichen Stau, das waren wir Schüler selbst (während unsere Gemeinschaftskundelehrer im Liegerad versuchten, um uns herum zu kurven).

Ich bin trotzdem überzeugter Bahnfahrer geworden, der Deutschen Bahn zum Trotz.

Der Bahnsteig als Sprungbrett in ein getaktetes Abenteuer, der Zug manchmal aus Budapest, manchmal aus Prag kommend (auf dem Weg zurück), die (mit Ermessensspielraum ausgestatteten) Schaffner in Maroon-farbenden Hosen in die Billetzangen Beulen schlagen und die Vielfalt an Begegnungen (gestresste Vielfahrer, Omas auf dem Weg zu ihren Enkeln oder der Fußballfanstammtisch auf der Strecke Köln-Hamburg), all das macht eine Bahnreise für mich aus.

Im Gegensatz zum Pferchen und Drängeln in Bodyscannerschlangen, vor Gates mit Businesskasperfastlanes, vor der Flugzeugtür im winterkalten Finger, unter den vollgestopften Overhead Compartments (und dann am Zielort dasselbe nochmals nur andersrum), ist das Fortbewegen im rhythmisch rumpelnden Zug echtes Reisen.

Selbst kleine Fahrten, atmen den Geist des vernetzten Kontinents, können Beginn oder Finale derselben Erfahrung sein, wie eine S-Bahnfahrt von Altona ins einst dänische Blankenese.

Ich weiß auch nicht so genau, wieso mich diese Meldung heute Morgen so traurig macht, dass die S-Bahn Hamburg die kleinen Müllbehälter an den Vierersitzen abschraubt. Alle.

Vielleicht weil dies die kleinen Dinge sind, die eine Reise von einem Transport unterscheiden.

(Ich hab plötzlich den Wunsch mal ne Fahrt in der historischen S-Bahn zu unternehmen, schräg)

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Mallorcas versteckter Ursprung

Can Pastilla, lebendiger Wind aus Südwest, 21 Grad. Sonnig.

Mallorca, vor allem die ehemaligen Dörfer östlich von Palma, das ist Ballermann. So stellt man es sich vor, und so ist es auch — in der Saison.

Ende März beginnt die Saison erst, ganz langsam, was man an den flink vorbei huschenden Gruppen Rennradfahrern zuerst merkt.

Die Menschen sind noch ganz frisch, wie die Nächte am Strand von Can Pastilla. Am Sonntag Abend trifft sich das Dorf am Strand und findet sich in Pärchen oder in Gruppen zum Sonnenuntergang ein.

Klar, hier ist alles auf touristischen Konsum getrimmt, schon lange — und lange wirds auch nicht mehr dauern, bis die Pauschal-Horden Nordeuropas über Can Pastilla und El Arenal herfallen, ihren Sangriatribut fordern.

Trotzdem finde ich überall Reste vom alten mallorquinischen Dorf, das sich hinter aufgefädelten Souvenirshops scheu ans Licht traut.

Nur ein paar Meter vom Strand, in der zweiten Reihe, liegt in der offenen Mittagsonne der Dorfplatz mit einer kleinen Kirche. Eine Obdachlose döst dick eingemummelt, laute Einheimische streiten in der Bodega am Rande des Platzes über irgendwas.

Wahrscheinlich über die Sturmprobleme ihres lokalen Fussballvereins. Die wesentlichen Probleme sind doch überall dieselben: hinten nicht dicht genug und vorne keinen Knipser. (Sorry Jackson, das konnte ich dir nicht ersparen)

Atletico Balears, der Underdog unter Palmas Klubs, spielt inzwischen in der 4. Liga. Eine Art Altona 93 der Insel. Sehr sympathisch.

Frito Mallorquin

Es gibt allerdings nichts, was den Ursprung Mallorcas besser beschreibt, als das wieder einsickern von mallorquinischer Küche.

Seit Ende der Siebziger, als die Schinkenstraße ihren Namen bekam und die lokalen Imbissionistas das „echt German Schnitzel“ entdeckten, schleicht sich die echte mallorqinische Küche zurück in die Speisekarten.

Wie überall auf der Welt findet man auch an der Platja de Palma die besten Restaurants in der zweiten Reihe. Wobei; eine Ausnahme gibt’s: direkt am Yachthafen liegt das Restaurant Nogués.

Als ich frage, wie lange die Küche kocht heute Abend und ob es Frito gibt, höre ich seis y media (halb Sieben, es ist eben noch Vorsaison) und ein Lächeln huscht über das sonst strenge Gesicht der Wirtin; wir machen das hier frisch und nach altem Rezept.

Für Vegetarier ist Frito nix. Herz, Nieren, Leber und sonst alles, was beim Schlachten übrig bleibt, wird mit Patatas in Olivenöl frittiert. Das macht satt. So satt, dass man beinahe zwingend einen Hierbas secas braucht. Den lokalen Kräuterschnaps.

Morgen streune ich wieder durch den Yachthafen und stelle mir vor, wie ich mal einen Winter hier verbringe: an den Moorings von Can Pastilla.

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Nicht Amerika

Long Island, im März 1981.

Mit 13 Jahren besuchte ich meinen Onkel und meine Tante in den USA.

Sie lebten mit meinen beiden Cousins in einem Schlafdorf vor New York City im beschaulichen New Jersey. Morgens las ich in der New York Times, die mein Cousin und ich vorher ausgetragen hatten, einen Artikel, den ich bis heute nicht vergessen habe.

(Ich fand das so cool, die Zeitungen vom BMX Rad in die Vorgärten zu werfen — wie im Film. Zum Frühstück gab’s „Peanut Butter Jelly“ Sandwiches und die US-Variante von Karo-Kaffee)

Die Meldung berichtete von zwei Familien, die sich auf Long Island beinahe gegenseitig ausgelöscht hatten. Über einen Streit am Gartenzaun, wie er wohl überall vorkommt, wo Menschen nebeneinander leben.

Nachdem die Munition ausging, sich der Pulverdampf über den schwer beschädigten Häusern verzog, wurde klar: fast alle waren tot. Auf der einen Seite überlebte lediglich ein Kleinkind; auf der anderen die 80jährige Großmutter, die allerdings fleißig auf ihre Nachbarn geschossen hatte, versteckt im Schlafzimmer des Obergeschosses.

Vor Waffen starrend hatten sich die Familien in ihren viktorianischen Villen jahrelang gegenüber gestanden, bis eine Kleinigkeit das Fass zum explodieren brachte.

„Sowas gibt es Deutschland nicht“, beruhigte mich mein Onkel damals. Und ich würde ihm immer noch zustimmen,  allerdings mit dem Hinweis, dass es diese “Kleinigkeiten” schon auch hierzulande gibt, die Nachbarn zu Mördern machen.

„Er nannte mich Wurzelzwerg und wollte einen eigenen Briefkasten“.

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Mein Guru heisst „Dieter“, Dieter Lange

Ich habe heute einen dieser Youtube-Lebensverbesserungsgurus in mein digitales Herz geschlossen. Dieter Lange heisst er und ist der König der Aphoristiker unter den Life-Coaches. Das sind meist slicke, schlanke (lustigerweise meist blonde) Männer, die einen glücklich, erfolgreich und sexy machen – weil sie das selber sind.

Dieter Lange – Youtube-Super-Coach

Dieter ist anders, ein wenig. Er war schon an allen Enden der Welt, bei Schamanen, in Klöstern und Wüsten. Dieter droppt dabei krasse Celebrity-Bekanntschaften. Dieter Lange erzählt von Robert Redford so,  wie wir zum Bäcker gehen und nebenbei unseren DHL-Paketbeamten begrüßen, der schon früh am Morgen schwere Pakete in Hausflure wuchtet. Er und Robert. Zu zweit am Ozean, der Kante der Welt, in mehrfacher Hinsicht; beide mit dem weiten Blick.

Ich mag solche Leute nicht, könnt ihr euch ja denken; da stellen sich bei mir alle Nackenhaare auf. Blender (ich bin ja selbst Coach) und Snobs (immerhin komme ich aus Blankenese und entstamme einem Adelsgeschlecht, dessen Titel ich tragen würde, wäre das Leben im Mittelalter ein wenig matriarchaler gewesen), also kurz: Leute wie Dieter und ich erkennen einander schnell. Und sie mögen sich selten. Vermutlich.

Nun bin ich aber backen geblieben am Dieter Lange. Zuerst, weil ich von der Show an sich fasziniert bin, und auch ein wenig beeindruckt, wie Dieter Versatzstücke aus deutscher Lyrik, asiatischer Religion und indischer Lebenslehre immer wieder neu zusammensetzt. Das müssen jetzt zwei gute Dutzend Videos sein, die man online von ihm findet – und alle sind irgendwie gleich und doch ein wenig anders.

Nach ein paar Wochen YouTube-bingen offenbart er sich mir dann. Auf zwei Arten, die mich langsam glauben lassen, wir kennen uns. Dieter ist ein Selfmade Mann, um die 60, der nur Lederschuhe allererster Güte trägt. Er ist der Typ “Manufactum”, der beides – Gürtel und Hosenträger – trägt, und der nur das beste kauft, wenn es um Sportwagen und ungarische Luxusschuhe geht. Er kauft einfach immer ein Paar mehr von allem, damit ihm im Leben die Freude am Fahren nicht ausgeht und die Freude am erleuchteten Gehen erhalten bleibt. Diesen Teil von Dieter mag ich immer noch nicht.

Doch dann erzählt er von seinem Vater und dem Druck, dem krassen Erfolgsdruck, unter den er Dieter setzte. Höher, weiter, schneller. Er macht als junger Mann Karriere – bei Unilever. Der Arme, ich beginne mitzufühlen. Dann spürt er: das kann es nicht gewesen sein. Und macht sich vom Acker. Ab in die tiefste Wüste und die höchsten Gebirge. Aufsaugen, heilen, wach werden ..; das Übliche halt.

Alles ziemlich analog. Auch seine Seminare. Da wirkt er zwischen den slicken Beratern, die keinen Hehl machen, aus gar nix, richtig echt.

Während Corona macht Dieter viele Videos mit diesen slicken Typen; eine Art “Muss-ja”, erkennt man in seiner Körperhaltung. Richtig verliebt bin ich in die Stellen, in denen er auf das Digitale einsticht, sauber und präzise – aber eben in einem digitalen Format. Und dann merkt er das und eiert ein wenig knautschig drum herum. Ich küsse derweil den Boden, auf dem er wandelt.

Nun, im übertragenen, digitalen Sinne. Denn er ist ja nicht bei mir. Nur via Youtube.

 Lebensberater und Gurus – Eine kritische Analyse spiritueller Führung in der modernen Welt

In einer Zeit zunehmender Unsicherheit und gesellschaftlicher Umbrüche suchen immer mehr Menschen nach Orientierung und Sinn in ihrem Leben. Diese Sehnsucht nach Führung und Weisheit hat zu einem regelrechten Boom von Lebensberatern, Coaches und selbsternannten Gurus geführt. Doch woher kommt dieses Bedürfnis nach spiritueller Führung? Und welche zeitlosen Weisheiten können wir von den traditionellen spirituellen Traditionen verschiedener Kulturen lernen?

Die Essenz der Weisheitstraditionen

Zen-Buddhismus: Die Kunst der Gegenwärtigkeit

Der Zen-Buddhismus, entstanden aus der Verschmelzung des indischen Buddhismus mit chinesischen Denktraditionen, lehrt uns vor allem eines: Die Bedeutung des gegenwärtigen Moments. Zen-Meister betonen seit Jahrhunderten, dass wahre Erleuchtung nicht durch intellektuelles Verstehen oder das Anhäufen von Wissen erreicht wird, sondern durch direkte Erfahrung der Realität im Hier und Jetzt.

Ein zentrales Konzept des Zen ist „Mushin“ – der Zustand des „Nicht-Geistes“ oder der „Nicht-Gedanken“. Dieser Zustand beschreibt ein Bewusstsein, das frei von konzeptuellem Denken, Urteilen und Ego-bezogenen Überlegungen ist. In diesem Zustand erfährt der Mensch eine direkte, unvermittelte Verbindung mit der Realität.

Die Weisheit der Aborigines: Verbundenheit mit dem Land

Die australischen Aborigines, die älteste noch bestehende Kultur der Welt, lehren uns eine fundamental andere Perspektive auf das Leben und unsere Beziehung zur Natur. Ihre „Traumzeit“-Philosophie beschreibt eine zeitlose Dimension, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren.

Für die Aborigines ist das Land nicht einfach eine Ressource, die es zu nutzen gilt, sondern ein lebendiger Organismus, mit dem der Mensch in einer tiefen spirituellen Verbindung steht. Diese Verbundenheit äußert sich in der Verantwortung für das Land und in der Überzeugung, dass jeder Mensch Teil eines größeren Ganzen ist.

Die Hopi-Tradition: Leben im Einklang mit der natürlichen Ordnung

Die Hopi-Indianer Nordamerikas haben eine reichhaltige spirituelle Tradition entwickelt, die auf dem Prinzip des „Hopiit“ basiert – einem Leben in Harmonie mit der natürlichen Ordnung des Universums. Ihre Lehren betonen die Bedeutung von Gleichgewicht und Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und der Natur.

Ein zentrales Konzept der Hopi ist „Koyaanisqatsi“ – ein Leben im Ungleichgewicht. Die Hopi warnen seit langem vor den Konsequenzen eines Lebens, das nicht im Einklang mit den natürlichen Gesetzen steht. Ihre Prophezeiungen über die ökologischen und sozialen Krisen unserer Zeit erscheinen heute erschreckend aktuell.

Yogische Weisheit: Der Weg zur Selbsterkenntnis

Die jahrtausendealte Tradition des Yoga aus Indien bietet einen systematischen Weg zur Selbsterkenntnis und spirituellen Entwicklung. Yoga ist weit mehr als nur körperliche Übungen – es ist ein ganzheitlicher Lebensweg, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll.

Die yogische Philosophie lehrt, dass jeder Mensch in seinem innersten Wesen göttlich ist und dass das ultimative Ziel des Lebens darin besteht, diese innere Wahrheit zu erkennen. Der Weg dorthin führt über verschiedene Praktiken wie Meditation, ethisches Verhalten und die Kultivierung von Unterscheidungsvermögen.

Gemeinsame Weisheit der Traditionen

Trotz ihrer unterschiedlichen kulturellen Ursprünge und Ausdrucksformen teilen diese spirituellen Traditionen einige fundamentale Einsichten über das Wesen des Lebens:

1. Die Verbundenheit allen Seins: Alle Traditionen betonen die grundlegende Einheit und Verbundenheit aller Lebensformen. Sie lehren, dass die Trennung zwischen Selbst und Anderen, zwischen Mensch und Natur eine Illusion ist.

2. Die Bedeutung der Gegenwart: Ob im Zen-Buddhismus, in der Traumzeit der Aborigines oder in der yogischen Meditation – alle Traditionen betonen die Wichtigkeit, im gegenwärtigen Moment zu leben und ihn bewusst zu erfahren.

3. Die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft: Spirituelle Entwicklung wird nicht als individueller Selbstzweck verstanden, sondern steht immer im Dienst der Gemeinschaft und des größeren Ganzen.

4. Die Notwendigkeit von Balance und Harmonie: Alle Traditionen lehren, dass ein erfülltes Leben nur in Harmonie mit der natürlichen Ordnung möglich ist.

Der moderne Guru-Markt: Eine kritische Betrachtung

In der heutigen Zeit erleben wir eine Kommerzialisierung spiritueller Weisheit, die kritisch zu betrachten ist. Viele selbsternannte Gurus und Life Coaches versprechen schnelle Lösungen für komplexe Lebensprobleme und vermarkten dabei oft eine oberflächliche Mischung aus verschiedenen spirituellen Traditionen.

Der Fall Dieter Lange: Eine YouTube-Analyse

Ein interessantes Beispiel für dieses Phänomen ist der deutsche Coach Dieter Lange, der auf YouTube eine beträchtliche Followership aufgebaut hat. Seine Videos kombinieren Elemente aus verschiedenen spirituellen Traditionen mit modernen Erfolgs- und Motivationsstrategien.

Positiv anzumerken ist:

  • Seine Fähigkeit, komplexe spirituelle Konzepte in eine zeitgemäße Sprache zu übersetzen
  • Der Fokus auf praktische Anwendbarkeit im Alltag
  • Die Betonung von Selbstverantwortung und persönlichem Wachstum
  • Kritisch zu betrachten sind jedoch:
  • Die teilweise Vereinfachung und Verflachung traditioneller spiritueller Lehren
  • Die starke Kommerzialisierung spiritueller Konzepte
  • Die Tendenz, universelle Lösungen für individuelle Probleme anzubieten
  • Die Vermischung spiritueller Weisheit mit modernem Erfolgsdenken

Fazit: Der Weg zur authentischen spirituellen Führung

Die Sehnsucht nach spiritueller Führung und Orientierung ist ein legitimes menschliches Bedürfnis. Die traditionellen Weisheitslehren bieten dabei einen reichen Schatz an Erkenntnissen und Praktiken, die auch heute noch relevant sind. Allerdings erfordert ihre Anwendung in der modernen Welt Sorgfalt und Differenzierung.

Authentische spirituelle Führung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sie respektiert die Tiefe und Komplexität traditioneller Weisheitslehren
  • Sie verzichtet auf schnelle Lösungsversprechen
  • Sie ermutigt zu eigenem Denken und eigener Erfahrung
  • Sie stellt den Dienst an der Gemeinschaft über persönlichen Profit
  • Sie erkennt die Individualität jedes spirituellen Weges an

In einer Zeit, in der spirituelle Führung oft zu einem Marketingprodukt degradiert wird, ist es wichtiger denn je, zwischen authentischer Weisheit und oberflächlichen Versprechungen zu unterscheiden. Die wahren Lehren der verschiedenen spirituellen Traditionen können uns dabei als Kompass dienen.

Der Weg zur spirituellen Entwicklung ist kein Sprint, sondern ein lebenslanger Marathon. Er erfordert Geduld, Hingabe und die Bereitschaft, sich auf einen tiefgreifenden Transformationsprozess einzulassen. In diesem Sinne können moderne spirituelle Lehrer und Coaches durchaus eine wichtige Rolle spielen – vorausgesetzt, sie bleiben den zeitlosen Prinzipien authentischer spiritueller Führung treu.

Die Herausforderung für den modernen Menschen besteht darin, einen Weg zu finden, der die Weisheit der traditionellen Lehren mit den Anforderungen des zeitgenössischen Lebens in Einklang bringt. Dies erfordert kritisches Denken, Unterscheidungsvermögen und vor allem die Bereitschaft, den eigenen spirituellen Weg als persönliche Entdeckungsreise zu verstehen.

Die verschiedenen spirituellen Traditionen lehren uns, dass wahre Weisheit nicht von außen kommt, sondern im Inneren gefunden werden muss. In diesem Sinne ist der beste Guru letztlich das eigene Herz – vorausgesetzt, wir lernen, seiner Stimme zu lauschen und ihr zu vertrauen.

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Am Ende des Bahnsteigs

Am Ende eines nebligen Wochendes in Hamburg, zeigt sich bei der Abfahrt nach Augsburg doch noch die Sonne. „Hej“, rufe ich der Gruppe junger Leute zu, „gebt den Punkt wieder her, bevor ihr einsteigt.“ Sie lachen. „Nee, den nehma mit“. Ich mag den Akzent. Und so ganz unverdient war der ja nu auch nicht. Geliebte Menschen (oder nette Gäste) am Ende des Bahnsteigs zu verabschieden, gehört zu den traurigschönsten Momenten.

Zurückbleiben bitte!

Es piept, die Türen schließen, wir winken noch kurz und schauen dem langen Zug noch eine Weile hinterher. Bleiben zurück — am Ende des Bahnsteigs.
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Grüner Himmel

Plötzlich verfärbte sich der Himmel grün. Meine Frau sprang vom Küchentisch auf und befahl: „Bring die Kinder ins Auto. Sofort!“ „Aber warum? Was ist los?“, stotterte ich. „Ich erklär’s dir später. Los, beweg dich!“ drängte sie, ihre Stimme scharf wie das Tonatenmesser, das sie immer noch in der Hand hielt. Während ich die Kinder in den Kombi scheuchte, rief ich über die Schulter: „Wohin fahren wir? Sollen wir Essen und Wasser mitnehmen?“ „Schon längst im Kofferraum“, erwiderte sie knapp, während sie eine kleine hölzerne Box aus einer Schublade zog. Sie öffnete sie, und ich sah Reisepässe, fremdartige Geldscheine und – zu meinem Entsetzen – etwas, das verdächtig nach einer automatischen Pistole aussah. „Wo, verdammt nochmal, hast du das her?“ stammelte ich. „Du wirst schon sehen“, sagte sie und ihre Stimme klang plötzlich seltsam ruhig. „Aber wir müssen sofort los.“ „Wohin überhaupt?“ beharrte ich. Ihre Lippen verzogen sich zu einem fast amüsierten Lächeln. „Du wolltest doch immer meine Familie kennenlernen“, sagte sie. „Heute ist dein Glückstag.“ Dann küsste sie mich, zog einen Helm über ihren Kopf und ging zur Garage. „Ich nehme die BMW. Du fährst hinterher. Egal, was am Straßenrand passiert, du hältst nicht an. Verstanden?“ Ich nickte, obwohl ich kaum atmen konnte vor lauter Aufregung. „Wir müssen auf 150 beschleunigen“, erklärte sie und ihre Stimme hallte in der Stille des Garagentors nach. „Dann wirst du vor uns einen silbrigen, leuchtenden Kreis sehen. Keine Angst. Nicht bremsen. Nicht zögern — einfach weiterfahren.“ „Aber ich brauche mein Handy, um die Schule anzurufen“, protestierte ich. „Du brauchst es nicht. Funktioniert sowieso nicht, dort wo wir dann sind“, sagte sie mit einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Ihre Worte hingen in der Luft, schwer wie der erste Donnerschlag eines aufziehenden Sturms. Draußen hatte der Himmel jetzt einen giftigen, unwirklichen Schimmer, und ich spürte, dass wir etwas hinter uns ließen – etwas? Alles!, unser Leben, zu dem wir nie zurückkehren würden. *** Dieser Text ist Teil eines Kreativexperiments aus dem Social Network Mastodon. Der Autor des englischen Originals, @knodel, erlaubte mir eine deutsche Version anzufertigen.
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Die Bahn kommt

Location: HH-Dammtor
Bahnsteig für Fernzüge.
1 Grad Celsius, HHer Nieselregen

Ich warte auf den ICE nach Berlin. Angezeigt sind 34 Minuten Verspätung. Und während ich noch überlege, mich noch mit etwas Reiseproviant einzudecken, geschieht ein modernes Wunder: Die Verspätung verringert sich. 30 Minuten, 24, 20. Ach nee, jetzt doch nur 15.

Ich bin baff und froh, dass ich hier stehen geblieben bin. In einem Paralleluniversum stünde ich jetzt ahnungslos an einer Kasse, während die gelangweilte Aushilfe zum dritten Mal den Strichcode meiner Flipstüte scannt.

Dieser außergewöhnliche Zug wird in Dammtor in Rekordgeschwindigkeit abgefertigt, als ein junger Mann – underdressed für HH, overdressed für Berlin – doch noch noch mitwill und dafür auf den grünen Knopf am Zug drückt. Dann hämmert er. Zunächst noch auf den Knopf, dann auf den Zug, dann an das Fenster, hinter dem ich sitze. Der ICE setzt sich in Bewegung. Ich versuche ein mitfühlendes Gesicht aufzusetzen.

Dann fängt er an zu brüllen, und schleudert sein Mittagsmahl vom Schnellrestaurant auf den Bahnsteig. Vor Wut – und mit der Erkenntnis, dass man sich bei der Bahn noch nicht mal auf die Verspätungen verlassen kann.

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Die werden mit Kopf gegessen

In meiner Lieblingstaverne auf St. Pauli (der Taverna Plaka, frdl. Empfehlung) streitet man gerne. Über Politik, Essen und das Leben an sich — in der jahrtausendealten Gewissheit,  dass das ein und dasselbe ist.

Als der Hamburger Sommer seine letzten großen Tage hatte stritten sich zwei Ober darüber, bei welchen Sardellen man den Kopf mitessen sollte. Die einen schmecken bitter, bei den anderen ist der Kopf das Beste.

Musste heute an die beiden denken: ich hatte Boquerones.

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Frühling auf Mallorca

Es ist Frühling an der Platja de Palma. Mit 2 Windstärken huscht eine laue Brise über den mit braunen Filzknödeln übersäten Strand.

Einheimische erkennt man daran, dass sie Wollmütze und Daunenmantel tragen. Touristen, dass ihnen 15 Grad und Sonne warm genug sind für Shorts und Flip-Flops.

Ich sitze bei einem Caffè Cortado in einer der wenigen offenen Bars am langen Fahrradweg nach Palma als eine Dame in weißen Shorts neben mir die Kellnerin ruft: „Una Weißweinsangria por favor“.

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Danke Jean-Luc

Ich bin die Tage wirklich emotional geworden. Ein alter Freund hat aufgehört, ist quasi in Rente gegangen – diesmal für immer. Denn da war er schon einmal. Im Ruhestand. Ich habe 1994 mit einem alten Schulfreund bei meiner Mutter zuhause auf dem Sofa gesessen und die letzte Doppelfolge von „Star Trek the Next Generation“ angesehen. Das Finale eine Serie, die mich meine ganze Adoleszenz begleitete und tief beeindruckt und geprägt hat. Viel mehr als „Raumschiff Enterprise“ mit Kirk, Spock und dem wundervollen George Takei als Lt. Zulu (wobei ich erst Jahre später bemerken sollte, dass er der wundervoller Vorkämpfer für die Ideen und Utopien war, die mich erst in den Raum der Föderation zogen). Zu einer Zeit, in der die Geschichte für uns in der BRD und überhaupt endete – das versprach uns zumindest ein Historiker, der sich inzwischen selbst widerlegte – war Star Trek TNG mehr als nur eine TV Serie: sie war Fluchtpunkt, utopisches Framework, Sitcom und Fantasie-Rollenspiel in einem. Darmok und Jalad auf Tanakra Dreh- und Angelpunkt war Jean-Luc Picard, gespielt von dem immer ein wenig unterforderten Patrick Stewart. Meine Lieblingsfigur war Worf, der sich sein ganzes Leben aus der klingonischen Zwickmühle aus Stolz und Vorurteil heraus kämpfen muss. Als die Serie damals endete, endete auch eine persönlich sehr intensive Phase für mich. 1989 war mein Vater gestorben, mit 49 Jahren jünger als ich es heute bin. Als uns die Todesnachricht erreichte, lag ich in meinem Bett und der Abspann einer abendlichen Wiederholung der Serie lief gerade über den Bildschirm. Als 1994 Jean-Luc durch die Raumzeit geisterte und jeden im Bademantel herumirrend fragte, welche Sternzeit wir haben, war ich gerade aus einer langen Trauerphase heraus getreten. Ich schwamm mich gerade frei davon, das Leben eines Toten aufzuräumen und später als andere den Kurs zu setzen: „Mark nine, engage“, hätte Jean-Luc gesagt und seinen rechten Zeigefinger in die Richting zeigen lassen, in die es nun mit Warp 9 gehen soll. Gestern endete unausweichlich diese Serie ein zweites Mal, denn mit der dritten Staffel von „Picard“ (ob das irgendwann mit STP abgekürzt werden wird?) wird Jean-luc ein zweites Mal – ein letztes Mal – in den Ruhestand geschickt; die Enterprise endgültig eingemottet. Warum mich das so emotional macht? Vielleicht, weil es irgendwie rührend ist, wie der inzwischen 82 Jahre alte Jean Luc durch den Weltraum geistert. Immer hat man das ungute Gefühl, dass ihm gleich jemand über die Straße helfen müsste. Und doch entwickelt dieses greise Revival eine Schönheit, ein wohliges Gefühl des „Ja-es-muss-noch-einmal-sein“, dem ich mich nicht entziehen kann. Und nicht will. Ich verliere einen popkulturellen Bezugspunkt; einen der sich glücklicherweise selbst beschränkt, bevor er zur hauntologischen Witzfigur wird. Danke, Jean Luc. Nun kann ich dich gehen lassen.
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Erster.

Frohen ersten #Advent. Das Jahr ist beinahe angekommen. Ein Abenteuer neigt sich dem Ende. Eine Runde um die Sonne, bei der nur die Elipse einigermaßen bekannt ist. Daher auch das englische  ‚adventure‘.

Auf der Zielgeraden entspannt die Welt, zieht sich nach Innen zurück. Wir jedes Jahr nehme ich mir vor, vor Heiligabend anzukommen. Wünscht mir Glück… Eine Kerze brennt. Als Erinnerung an hellere Zeiten…

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Blankeneser Osterfeuer: Anarchie ist machbar, Hangnachbar!

Jedes Jahr wetteifern in Blankenese bis zu vier Großfeuer miteinander. Sie heißen Viereck, Knüll, Osten und Mühlenberg. Aufgebaut werden sie von den Familien, die am Hang wohnen. Bei welchem Feuer man hilft, hängt davon ab, wo man in Blankenese wohnt. Meine Familie beispielsweise gehört zum Viereck-Feuer. Einen zentralen Veranstalter gibt es nicht. Anders als bei Demonstrationen oder Dorffesten anderer Art gibt es keinen Anmelder. So was hat man nie gebraucht, und irgendwie wurde das auch von den Hamburger Behörden nie vermisst. Bis zum Jahr 2016.

Osterfeuer "Viereck" in Blankenese. Foto: Philip H.
Osterfeuer Viereck in Blankenese. Foto: Philip H.

Schon am frühen Sonnabendmorgen, das Holz wurde gerade kunstvoll Lage um Lage um einen Mittelmast gestapelt, bekamen die Osterfeueraufbauer Besuch von der Polizei. Wer denn der Verantwortliche sei, wurde gefragt. Mit der Antwort, dass es wie üblich keinen gebe, gab sich der Beamte zunächst zufrieden. Später am Tag, der gewaltige Turm des Viereck-Feuers hatte schon eine beträchtliche Höhe erreicht, kam er allerdings wieder.

Es sei verfügt worden, dass die Feuer maximal fünf Meter hoch sein dürften, teilte der Polizist mit. Die Feuerbauer hätten ihren Mittelmast auf die geforderte Länge abzuschneiden. Die Anwohner am Viereck-Feuer beratschlagten kurz und weigerten sich dann, ihren Mittelmast abzuschneiden. Schließlich hing an ihm auch die Puppe, die symbolisch für den Winter steht, der bei diesem Brauch vertrieben werden soll. Das hatte es noch nie gegeben! Mehr noch als die Konsequenzen eines zivilen Ungehorsams fürchteten sich die Blankeneser davor, den eigenen Aufbau zu zerstümmeln. Es wäre eine Blamage im Wettbewerb um das höchste Feuer geworden. Denn auch darum geht es bei dieser Tradition. Ein zu mickriges Feuer kann noch auf Wochen für Gesprächsstoff unter den Nachbarn sorgen.

Bis auf das Knüll-Feuer, früher das Rockerfeuer in Blankenese, weigerten sich alle Osterfeuer, ihren Mittelmast zu kappen. Lieber würden sie auf das Anzünden verzichten, teilten sie mit. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt schon zahlreiche der über 10.000 Gäste angereist. Die Feuerwehr und die Hamburg Port Authority entschlossen sich so nämlich zumindest dazu, das Viereck-Feuer zu genehmigen, natürlich unter strenger Aufsicht. Wegen des starken Südostwindes und des enormen Funkenfluges wurden das Osten- und das Mühlenberg-Feuer zunächst nicht angezündet. Das Feuer am Knüll wurde trotz entschärfter Höhe fünf Mal in dieser Nacht abgelöscht, weil es der Feuerwehr zu gefährlich erschien. Vielleicht lagen sie damit richtig, viele der Maßnahmen im Vorfeld  aber waren sicherlich unnötig.

Die Blankeneser haben ihre Feuer dennoch gefeiert. Vielleicht in dieser Form zum letzten Mal.

Wenn sich in Zukunft keine Entspannung einstellt zwischen Behörde und Anwohnern, nimmt diese Tradition womöglich bald ein Ende. Ein weiteres Kapitel einer technokratisierten Welt, in der Behörden ihre Haftungsrisiken begrenzen wollen und dafür das, was wir bislang als öffentliches Leben wahrgenommen haben, opfern. Ein schleichender Wahnsinn. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass wir Verbote und Regulierungen kaum noch hinterfragen. Gemeinwesen übernehmen keine Verantwortung mehr. Die wird in Form von Drohungen und Verboten auf das Individuum abgeschoben.

AIDA Kreuzfahrtschiff vor dem Blankeneser Osterfeuer. Foto: Philip H.
Aida-Kreuzfahrtschiff vor dem Blankeneser Osterfeuer. Foto: Philip H.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da wurde man nicht genötigt, den gesamten Flug angeschnallt zu bleiben, weil etwas passieren könnte. Das war jedem selbst überlassen. Auch das anfangs erwähnte Vergnügen auf der zugefrorenen Alster, mit Buden und Glühwein, wird in dieser von Angst geprägten Welt unmöglich. Dem öffentlichen Leben in Hamburg schadet das enorm. Mit den Osterfeuern droht es eine weitere unverfälschte Tradition zu verlieren.

Insofern freue ich mich über die unbeugsamen Blankeneser, über meine Nachbarn. Wie man hört, fragten die Erbauer des Feuers Osten noch am Sonntagvormittag bei der Feuerwehr nach einer Genehmigung.

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Café Caravela – Verreisen in der eigenen Stadt (Hamburg)

Kurze weite Reise: Portugiesische Cafés in Hamburg

Es gibt Reisen, die finden innerhalb der eigenen Stadt statt – und man hat trotzdem das Gefühl weit zu reisen. Diese kleinen Reisen, nehmen einen mit in eine andere Welt. Es riecht und duftet neuartig, die Worte und das Lachen klingen fremd. Hier fühle ich mich schnell zuhause.

Heute Morgen verschlug mich ein Termin nach St. Georg, einen der Stadtteile, die sich die Bohème in Hamburg seit den 70er Jahren erschlossen hat. Ich war hier lange nicht mehr und schlug meiner Gesprächspartnerin ein Café vor – dummerweise fand ich keines, das schon um 8:00 Uhr morgens auf hat. Bis auf die portugiesische Pasteleria „Caravela“.

Tolles portugiesisches Café in St. Georg

Manchmal führt eine kurze Reise ganz weit weg. In diesem Fall nach Portugal auf einen Galao (portugiesischer Milchkaffe, traditionell im Glas serviert).

Das Caravela scheint der Frühstückstreff vieler Handwerker zu sein. Portugiesisch mixt sich mit dem hanseatischen „Moin“. Ein toller Ort. — at Caravela Lange Reihe.

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Die schönsten (und besten) Strandhotels in Florida

Von einer Fünf-Sterne-Herberge am Strand von Miami bis hin zu einem Campingplatz auf Floridas Inseln mit weißem Sandstrand – hier finden Sie meine persönliche Auswahl an schönen Strandunterkünften im Sunshine State.

Unsere

Meine Top 10 Strandhotels in Florida

  1. Posh South Beach, Miami
  2. Catalina Hotel und Beach Club, Miami
  3. North Beach Camp Resort, St. Augustine
  4. Perry’s Ocean Edge Resort, Daytona Beach
  5. Pier House 60 Marina Hotel, Clearwater Beach
  6. Pines & Palms Resort, Islamorada
  7. Ringling Beach House, Siesta Key, Golf von Mexiko
  8. Red Coconut RV Resort, Fort Myers Beach
  9. Ibis Bay Beach Resort, Key West
  10. Surf Studio Beach Resort, Kakao-Beach

Unsere Bewertungen im Detail:

Strandhotels in Miami Beach, Florida

Der Sunshine State verfügt über mehr als 600 Meilen Strände, von denen einige zu den besten der Welt zählen. Egal, ob Sie Atlantische Ozeanwellen an Floridas Ostküste fangen oder Ihre Zehen in den pudrig-weißen Sand einer der Barriereinseln der Golfküste entlang des Westens gleiten lassen, hier ist unsere Auswahl der besten erschwinglichen Unterkünfte. Alle Preise verstehen sich zzgl. 12,5% Hotelsteuer.

Posh South Beach, Miami, Miami

Floridas glamourösester Strand bietet überraschend viel für den Budget-Reisenden. Der Posh South Beach ist ein Multimillionen-Dollar-Haus, das zu einer Fünf-Sterne-Herberge umgebaut wurde, nur einen Block hinter dem Strand und Miamis berühmtem Ocean Drive.

Luxuriöse Akzente setzen ein Dachpool, ein großes Wohnzimmer und eine Küche mit Granitarbeitsplatten sowie elegante Bäder, die über einen mit Spiegeln und Föhn ausgekleideten „verwöhnten“ Flur erreicht werden. Es gibt drei Schlafsäle (geteilt, nur Männer und Frauen) mit einer unterschiedlichen Anzahl von Etagenbetten, alle mit Memory-Schaummatratzen.

Außerdem können Herbergsgäste alle Einrichtungen (und die Happy Hours) der benachbarten Whitelaw Bar und Lounge sowie acht weitere stilvolle Art-Deco-Hotels (darunter die Catalina) nutzen, die alle in einem Umkreis von wenigen Kilometern liegen und von derselben Muttergesellschaft betrieben werden. Kinder sind nicht erlaubt, aber im Gegensatz zu anderen Herbergen in Miami gibt es keine Altersgrenze.

poshsouthbeach.com, +1 305 398 7000, Betten ab $27, inklusive Frühstück

Catalina Hotel und Beach Club, Miami, Florida, Florida

Wenn Sie in South Beach feiern wollen, aber keine South Beach Preise zahlen wollen, dann ist das Catalina vielleicht die Lösung – solange es Ihnen nichts ausmacht, ein bisschen Druck auszuüben.

Dieses Boutique-Hotel, nur einen Block vom Strand entfernt, verfügt über alle Annehmlichkeiten eines Boutique-Hotels, verfügt aber über „kompaktere“ Zimmer für diejenigen, die ihr Geld lieber für Cocktails sparen möchten.

Die „petite“ Zimmer sind „perfekt für eine Person, eng zusammengedrückt für zwei Personen“, während die „budget“ Zimmer zwei Personen Platz bieten, aber nur 125 Quadratmeter groß sind. Aber egal, welche Zimmerkategorie Sie buchen, Sie erhalten immer Tempur-Pedic Matratzen, belgische Bettlaken, Gänsedaunen und Kissen, und die Nutzung der beiden Restaurants des Hotels, zwei Pools (eines davon ein Dachpool mit luxuriösen Sonnenliegen) und vier Bars mit nächtlichen Happy Hours, plus kostenloser Fahrradverleih und Flughafen-Shuttle.

Das Hotel hat sogar seinen eigenen privaten Strandabschnitt von South Beach, mit kostenlosen Liegestühlen und einer Bar. Das Catalina Hotel wurde vor kurzem in einer Reality-TV-Serie in den USA vorgestellt und enthüllt, wie die Mitarbeiter des Hotels so hart gefeiert haben wie die Gäste.

Wenn Sie eine ruhige Nacht wünschen, ist dies nicht der richtige Ort, aber wenn Sie sich der verrückten South Beach-Crowd anschließen wollen, sollten Sie die Catalina in Betracht ziehen.

Catalinahotel.com, +1 305 674 1160, Zimmer ab $85

North Beach Camp Resort, St. Augustine

Dieser 30 Hektar große Familiencampingplatz befindet sich auf einer Barriereinsel zwischen einem wilden Atlantikstrand (wo die Sonne aufgeht) und einem ruhigeren Strand am Salzwasserfluss Tolomoto (wo er untergeht). Nur 4,5 Meilen nördlich des historischen St. Augustine befindet sich die Anlage im Besitz der Usinas, einer der vielen menorquinischen Familien, die 1768, als sie noch unter britischer Herrschaft stand, als Diener nach Florida gebracht wurden, aber entkamen und sich in North Beach niederließen. Die Familie betreibt nun auch zwei fantastische Nachbarrestaurants – Reef (oceanside) und Aunt Kate’s (riveride) sowie lokale Sightseeing-Kreuzfahrten (Campingplatzgäste erhalten einen Rabatt). Es ist ein malerischer Campingplatz, mit geräumigen Zelt- und Wohnmobilplätzen, die zwischen Palmen und moosbewachsenen Eichen verstreut sind, die von den Meereswinden in seltsame Formen getrieben werden und lebenswichtigen Schatten spenden. Ein- und Zweibettkabinen verfügen über große Decks, Schaukelstühle und Grillplätze in Königsgröße. Es gibt einen Pool, Basketballplatz, Shuffleboard, Hufeisen und ein Angelsteg. Bring deinen Fang zu den Köchen von Tante Kate und sie werden ihn für dich kochen.

Northbeachcamp.com, +1 904 824 1806, Camping/RV Stellplätze ab $45 pro Nacht, Hütten ab $110 pro Nacht für zwei Personen, Mindestaufenthalte an Wochenenden und Feiertagen, extra Gäste $10 pro Nacht

Strandhotels Daytona Beach

Quirlig, lebendig. Das Gegenteil von schnuckelig. Daytona, im Norden Floridas

Perry’s Ocean Edge Resort, Daytona Beach

Familienbesitz seit 1941, neues Management und eine kürzliche Renovierung haben diesem Daytona-Liebling ein neues Leben eingehaucht. Familien lieben die drei Pools, Volleyball, Shuffleboard und andere organisierte Spiele, und die hausgemachten Frühstückskrapfen sind legendär geworden. Die meisten Suiten haben Küchen und Familiensuiten haben separate Etagenbettzimmer für die Kinder. Es ist nicht das schönste Hotel, aber es liegt direkt am Strand und die meisten seiner über 200 Zimmer haben Meerblick. Dank des dicht gepackten flachen Sandes ist Daytona Beach einer der wenigen Strände der Welt, an denen man legal fahren kann. Nicht alles davon, aber eben nur bestimmte Abschnitte – und das mit strengen Auflagen. Wenn Sie keine eigenen Räder haben, können Sie Strandkreuzer, Cabrio-Sportwagen oder Trikes mieten. Daytona wird während der Frühlingsferien und für die Daytona 500, ein berühmtes Autorennen, überfüllt, aber den Rest des Jahres ist es ein entspannter, familienfreundlicher Ort, wo Perry’s zu einer vielbeachteten Institution geworden ist.

+1 386 255 0581, perrysoceanedge.com, ab $79 pro Nacht

Pier House 60 Marina Hotel, Clearwater Beach

Bleiben Sie mitten im Geschehen am Clearwater Beach, einem der lebendigsten Badeorte an Floridas Westküste. Pier House 60, benannt nach Clearwater’s berühmtem Pier, ist eines der neuen Hotels, die hier in den letzten Jahren eröffnet wurden und liegt direkt gegenüber dem Strand.

Die Dachbar im 10. Stock hat sich bereits den Ruf erworben, der beste Ort zu sein, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Verpassen Sie nicht die nächtlichen Straßenkünstler am Pier oder die großzügigen Portionen Meeresfrüchte-Favoriten im Frenchy’s Rockaway Grill, direkt am Strand. Die Speisekarte ist riesig.

Nur eine Meile entfernt befindet sich das Clearwater Marine Aquarium, in dem Winter der Delphin, der Star des Erfolgsfilms Dolphin Tale, zu Hause ist.

Pierhouse60.com, +1 727 683 0002/855 859 2952, Zimmer ab $129 pro Nacht, inkl. Frühstück

Pines & Palms Resort, Islamorada

Dieses idyllische Resort am Meer verfügt über 25 niedrig gelegene Bungalows, die mit hübschen pastellfarbenen Blau- und Violett bemalt sind. Es ist in Islamorada, einer Ansammlung von sechs Inseln in den Upper Florida Keys, bekannt als die Sportfischerei-Hauptstadt der Welt.

Das Resort hat seinen eigenen kleinen privaten, künstlichen Strand mit nur etwa einem Dutzend Sonnenliegen und einer doppelten Hängematte zwischen den Palmen. Angelstege ragen in das ruhige türkisblaue Wasser hinein und man wird Ihnen verzeihen, wenn Sie denken, dass Sie sich in der Karibik befinden.

Es gibt einen beheizten Süßwasserpool und eine intime Tiki-Bar, in der Cocktails, Wein, Bier, Smoothies und Limettenkuchen serviert werden. Biegen Sie rechts vom Resort ab, um das Morada Bay Beach Café zu besuchen, das für seine Sonnenuntergangspartys berühmt ist, und um das malerische kleine Aquarium von Islamorada, Theater of the Seas, zu besuchen.

Biegen Sie links ab zu Robbie’s, einem alten Yachthafen im Keys-Stil und der Islamorada Institution, wo Sie ein Fischerboot oder ein Kajak mieten können, um die Mangroven zu erforschen, den riesigen Tarpon zu füttern, zu schnorcheln oder in Garnelen oder geschwärzten Zackenbarschen zu stecken, am Hungry Tarpon, einer charmanten Strandhütte mit atemberaubenden Ausblicken am Hafen.

pinesandpalms.com, +1 305 664 4343/800 624 0964, Zimmer ab $110

Schöne Strandhotels an der Westküste Floridas

Ringling Beach House, Siesta Key, Golf von Mexiko, Florida

Sarasota’s Siesta Key wurde 2011 vom Strandliebhaber Dr. Beach zum besten Strand der USA gewählt und ist ein 8 Meilen langes weißes Sandparadies, gesäumt von wunderschönen Häusern direkt am Strand.

Es gibt nur ein einziges Hotel direkt am Strand – das Fünf-Sterne-Hyatt – aber es gibt mehrere hübsche, pastellfarbene Unterkünfte auf der anderen Seite der Strandstraße. Eines der süßesten ist das Ringling Beach House: Es ist flach, zurückhaltend, entspannt und nach den Ringling-Brüdern benannt, deren Zirkusimperium hier in Sarasota begann.

Jeder der 10 Bungalows ist nach Zirkus-Acts benannt – Ring Master, Lion, Seal, Clown – und verfügt über Küchen, gemütliche Wohnräume und kleine Holzterrassen mit bonbonfarbenen, muschelförmigen Sonnenstühlen. Es gibt zwei Pools (einer beheizt, einer nicht beheizt), während der Strand auf der anderen Seite der Straße liegt und einen sandigen Pfad durch grasbewachsene Dünen entlang führt.

Nur wenige Blocks entfernt liegt das Siesta Key Village mit seinen schrulligen Bars, Fischrestaurants, Eisdielen und Strandgeschäften.

ringlingbeachhouse.com, +1 941 349 1236, Bungalows ab $160 für vier Personen

Red Coconut RV Resort, Fort Myers Beach

Diese Vintage RV Resort ist die einzige in Florida, wo Sie Ihr Campingfahrzeug direkt am Strand parken können. Leider gibt es nur 41 erstklassige Strandpunkte und man muss im Voraus buchen, um sich einen zu sichern, besonders in den Wintermonaten, wenn sie von so genannten Schneevögeln (Amerikaner aus den nördlichen Staaten, die wegen der Wintersonne nach Florida ziehen) geschnappt werden.

Um einen Platz direkt am Strand zu bekommen, ist es vielleicht besser, im August und September zu fahren, wenn es ruhiger ist. Alternativ, bleiben Sie nur über die Straße, wo es viel mehr Wohnmobile und Wohnmobile zu vermieten gibt. Der Park hat eine treue Anhängerschaft von Stammgästen und ein freundliches Gemeinschaftsgefühl.

Viele Stammgäste schließen sich den Eigentümern und Mitarbeitern für ihre jährlichen Treffen an: Thanksgiving, Weihnachten, Ostern und die Super Bowl Party. Es gibt einen chinesischen Imbiss und ein sehr gutes deutsches Restaurant vor Ort, während das sieben Meilen lange Fort Myers Beach mit strohgedeckten Tiki-Bars übersät ist.

Nehmen Sie an den Feierlichkeiten zum Sonnenuntergang im Outrigger Beach Resort teil oder speisen Sie in der Nervösen Nellies oder Smokin‘ Oyster Brewery (SOB) am nahegelegenen Times Square.

redcoconut.com, +1 239 463 7200, Wohnmobilstellplätze ab $67, Strandstellplätze ab $89-$108, Mobile Homes ab $110 pro Nacht

Die schönsten Hotels auf den Florida Keys

Ibis Bay Beach Resort, Key West

Es ist schrullig und lustig und einer der erschwinglicheren Orte, um in Key West, dem südlichsten Punkt der Florida Keys, zu übernachten. Das Resort hat eher ungewöhnliche Akzente, darunter ein Willkommenspapagei, zwei Riesenschildkröten, ein Känguru (nicht echt) und wöchentliche „Dive-in“-Filme, die auf einem 20-Fuß-Bildschirm neben dem Schwimmbad gezeigt werden. Die Zimmer sind klein und einfach, aber hell und fröhlich dank der tropischen Wandmalereien von lokalen Künstlern und der persönlichen Sammlung des Besitzers von Surfbrettern, Angelruten und allem anderen, was ihm ins Auge fällt. Alle, bis auf einige wenige Zimmer, haben angrenzende Hängematten und einige wieder einen kleinen künstlichen Strand. Um den Platz zum Sonnenbaden zu erweitern, hat das Resort vor kurzem ein großes hölzernes Sonnendeck hinzugefügt, das sich über das Wasser erstreckt. Mieten Sie einen seiner Jetskis, um die nahegelegene Insel zu erkunden, ein Zufluchtsort für den Ibis-Vogel, oder nehmen Sie eines der neuen Kajaks mit Glasboden, die mit LED-Leuchten ausgestattet sind. Oh, und wenn Sie Zeit haben, vergessen Sie nicht, auch Key West zu besuchen!
ibisbayresort.com, + 1 305 296 1043, Zimmer ab $109

Surf Studio Beach Resort, Kakao-Beach

Östlich von Orlando erstreckt sich Floridas Space Coast 72 Meilen entlang des Atlantiks, von Titusville bis Cocoa Beach und dann weiter südlich bis Melbourne. Wie der Name schon sagt, beherbergt es das Kennedy Space Center und Cape Canaveral, aber auch einige der besten Surfstrände Floridas. Am nächsten zu Orlando (eine Autostunde entfernt) liegt Cocoa Beach, der auch vom US-Strandexperten Dr. Beach in diesem Jahr hoch bewertet wurde. Mit direktem Strandzugang ist das Surf Studio Beach Resort ein beliebtes Motel in Familienbesitz mit 11 Zimmern, sieben Suiten mit Küchen (zwei davon mit Meerblick), einem großen Pool direkt am Meer und einem 125-Fuß-Sonnendeck, von dem aus man den Absturz der Atlantikwellen hören kann.

Das Motel wurde 1948 von Norman Greenwald, einem jungen New Yorker, der seine Sommer in Miami verbrachte und als Rettungsschwimmer arbeitete, erbaut. Er diente im Zweiten Weltkrieg und gelobte, dass er sich, wenn er überlebte, seinen Traum vom Bau eines kleinen Motels an der Ostküste erfüllen würde. Er hielt sich an sein Wort und ein paar Jahre später hatte Norman eine Urlaubsromanze mit einer der Gäste, Helen, die seine Frau wurde. Ihr Sohn, Gregg, leitet jetzt den Laden.

Das Motel befindet sich an einem ruhigen Ort, aber wenn Sie mehr Action am Strand erleben möchten, können Sie sich an der Party auf dem Stranddeck im Restaurant / Bar Coconuts on the Beach beteiligen, einen Spaziergang am historischen Pier machen oder sich in Ron Jon’s berühmtem Surfshop mit einem coolen Kit eindecken. Ron’s Flagshipstore ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr geöffnet.

surf-studio.com, +1 321 783 7100, Zimmer ab $110

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Sonne und Südwind

In Strande geht das Licht des Tages aus;
Die vom Südwind schwer gewordenen Wolken schicken Sprühregen hinab.
Und doch glimmt der Rest des Sonnenlichts eine goldene Verheißung an den Himmel:

‚Abendrot ward Wedder got‘

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Old Owls Nest schlafen im echten Tipi in Florida

Wir haben auf unserer Florida Rundreise überall übernachtet: in einem 4-Sterne Hotel, einem Beach Resort an der Golfküste und in einem Super-Luxus-Sport Resort in Key West. In einem Designerhotel in Miami und in einem schlimmen Motel. Aber nirgendwo haben wir besser geschlafen, war die Übernachtung ein größeres Erlebnis, als im Tipi des Old Owl’s Nest.

Nach unserem Beachtag in Fort Meyers Beach hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen: Eine Übernachtung in einem echten Indianer-Tipi. Ich hatte diese exotische Location schon von Deutschland aus gebucht, weil wir auf unserer Florida Rundreise etwas spezielles erleben wollten – wir wurden nicht enttäuscht.

Schlafen in einem echten Indianerzelt – der Natur näher geht nicht.

Floral City, FL.: – zunächst fährt man vom Interstate Highway eine Weile ins Landesinnere. Die Straßen werden immer schmaler, die Häuser kleiner. An vielen hängt die Südstaaten-Flagge. Wir merken, wir sind auf dem Land. An der angegebenen Adresse weist nicht viel auf ein „Indianer-Dorf“, ein kleiner Pfeil zeigt auf ein Movable Home, das so ausschaut, wie viele andere hier auch. Darüber ragen die Spitzen der Zeltstangen von zwei Tipis in den inzwischen blau-weißen Himmel. Uns kommt ein schmächtiger Mann entgegen und winkt uns hinein. Er heißt Oleg – er und seine Frau Aleks betreiben seit Januar diese zwei Tipis, die sie nach Original-Vorlagen haben bauen und von einem Schamanen mit einer Rauchzeremonie haben weihen lassen.

Es ist in diesem Juni am Nachmittag noch sehr heiß und schwül. Gerade hat es noch wie aus Eimern gegossen. Wir sind gespannt, wie das Tipi von innen aussieht.

Aleks und Oleh kommen beide aus New York, ursprünglich aus dem russischen Teil der Ukraine, was man ihnen auch nach 20 Jahren in den USA noch anhört. Aleks ist Künstlerin und hat die Tipis selbst bemalt und verziert. Innen finden sich haufenweise Naturmotive; „alles Tiere, die man hier sehen kann und die einen nachts besuchen kommen“, erklärt uns Oleg. „Wir haben hier eine große Eule, ein uralter Vogel, den hört man nachts jagen“.

Fischen, relaxen, Feuer machen. Eine Insel der Entspannung

Hinter den beiden Tipis – unseres heißt Sitting Bull, nach dem großen Häuptling benannt und von einem seiner Nachfahren geweiht – liegt ein Fluss, an dem man gut fischen kann. Es gibt dort Aal-ähnliche Fische, die scharfe Zähne haben und eher an einen Alligatoren erinnern. Ihr Fleisch schmeckt wie Hühnchen, sagt Oleg.

Heute Abend gibt es aber veganes Essen – Aleks kocht und immer vegan. Leider hat sich heute alles ein wenig verschoben, sodass wir eine Weile werden warten müssen. Das macht uns nichts aus, wir machen ersteinmal Feuer und trinken auf unsere gute Wahl ein amerikanisches Guiness. Das habe ich in einem Super Target gefunden und war sofort neugierig geworden: Eine kleine Brauerei in Pensilvania  braut dieses helle Bier mit der Lizenz der berühmten irischen Brauerei. Es ist sehr lecker, frisch und vollmundig. Meine Empfehlung, wenn gerade kein Craft-Bier-Laden zur Verfügung steht.

Als die Sonne über den Wipfeln untergeht, hören wir die alte Eule rufen und wie auf Signal, kommt Aleks mit einem veganen Chili, das seines Gleichen sucht.

Als wir uns satt schlafen legen, hören wir, wie um uns herum Floridas Tierwelt erwacht. „Die Traumfänger funktionieren sehr gut“, hatte Oleg uns noch eine gute Nacht prophezeit, „hier hat noch nie jemand schlecht geträumt“. Und in der Tat, langsam rutsche ich in einen tiefen Schlaf und wache am nächsten Morgen erfrischt auf.

Ruhiger Schlaf dank Traumfänger

Wir machen uns mit der kleinen Kaffeemaschine unseren lieb gewonnenen Starbucks Verona Kaffee und schnacken noch eine Weile mit Oleg. Sie wollen dieses Haus verkaufen und sich noch mehr Zelte anschaffen, das Geschäft läuft gut an. Sie haben vornehmlich Gäste aus Europa und aus der Nähe. Für die meisten Amerikaner ist das Übernachten in einem Tipi einfach schwer vorstellbar, sagt er. Europäer sind da neugieriger und weniger verwöhnt.

Dabei hatte das Tipi alles, was man in den USA als Standard ansieht:

  • Einen guten Insektenschutz
  • Eine Klimaanlage
  • Gemütliche und gute Betten (Queen Size)

Wir versprechen wiederzukommen und in unserem Bekanntenkreis ein wenig zu trommeln. Oleg winkt uns zu, als wir mit unserem Ford Expedition vom Hof fahren. Der Name unseres Autos stimmt sprichwörtlich, das erste Mal in diesem Florida-Urlaub. 😉

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Mooring-Winter in Palma

Die Sonne geht früh unter, es ist Ende November und auch Palma de Mallorca kann sich den Gesetzen des Universums nicht entziehen – obwohl, wenn es einen Ort gäbe, der das vermöge, es wäre wohl Mallorca.

Ich bin gerade angekommen und werde bis zum Frühjahr bleiben. Das habe ich mir zumindest vorgenommen.

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Immerich

All die Zeit mit Dir, mit euch, die ist wichtig für mich. Es ist mein Leben.

Nun aber sitze ich hier allein, schaue in den dunkelblauen Himmel – es ist kalt, wie auf der Ostsee im September, wenn die Sonne der fallenden Kühle Platz macht – ich fühle mich unvollständig, ja, ich habe sogar ein schlechtes Gewissen.

Ein silberner Wagen kommt die Straße hinauf gefahren als wollte der Fahrer zur mir, ein Windhauch schlägt kühle Luft in meinen Nacken. Der Südstern strahlt mir entgegen, fordert mich auf, ihm zu folgen.

All das passiert ohne dich. Es passiert nur mir. Und als wäre es eine zu enge Jacke, streife ich das Gefühl ab, die Schuld, dass ich das alles alleine erlebe.

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Danke Teju

Lieber Teju Cole,

danke für Dein Buch „Open City“… nicht nur für die Spaziergänge  durch NYC, das könnten auch andere Amerikaner erzählen, nicht so kontrastreich und auch nicht mit Deiner Perspektive. Was mich aber besonders beeindruckt, ist Dein scharfer Blick auf das winterliche Brüssel, der den Schrecken von Paris vorausahnend, den Rassismus europäischer Form so lebendig beschreibt.

Das hätte ich von einem amerikanischen Autor nicht erwartet.

Wie schaffst Du diesen tiefen Blick ins Jetzt dieser Welt? Ich bin beeindruckt, wenn ich Dich lese. Tief.

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Eben im Fahrstuhl

Ich komme heute morgen sehr zeitig ins Großraumbüro in dem verlassenen Gebäude in München, das so wirkt, als hätten Unternehmensberater es instantbesetzt. Der Steuerbord-Fahrstuhl am Mitarbeitereingang funktioniert schon seit einem halben Jahr nicht mehr. Das Schild, das eine „routinemäßige Wartung“ anzeigt, beginnt an den Seiten schon Wellen zu schlagen. Heute ist dann noch der backbord ausgefallen: wenn man ihn betritt, schließt er – beinahe – und ruckelt dann wieder auf. Immerhin, ich kam noch hinaus.

Es kursieren Gerüchte über verhexte Fahrstühle, die vornehmlich externe Mitarbeiter anfallen und manche für Stunden gefangen halten. Ob ungewartete Fahrstühle ein Eigenleben entwickeln und sich gegen die Menschen wenden, die sie Trägern gleich hochschleppen müssen?

Ich glaube es beinahe.

Der Fahrstuhl am anderen Ende des sehr langen Ganges mit den obskuren Flecken auf dem Boden funktionierte dann.

Mit mir stieg ein weiterer Mann ein, kürzer als ich, dunkle Haare, in der einen Hand einen Cappuccino Togo und in der anderen ein DELL Notebooktasche – es ist Dienstag, da bleibt der Rollkoffer im Ibis Budget Motel (die beliebte Version von Hölle für Handlungsreisende).

Wie es sich in Fahrstühlen gehört, schauen wir in verschiedene Richtungen. Da die Fahrstühle hier aber verspiegelt sind, ist das nicht immer ganz einfach. Nachdem sich unsere Blicke aus Versehen zweimal begegnen, steigt er im Vierten aus; ich fahre in den Fünften – und überlege kurz, den Rest zu laufen, will es mir aber mit dem Fahrstuhl nicht verscherzen.

Nachher nimmt er es mir übel, dass ich ihn dann sinnlos in das nächste Stockwerk beordert habe und nimmt mich nächstes Mal doch gefangen.

„Routinemäßige Wartung“

Der aussteigende Mann grüßt kurz, ich grüße mit einem „Moin“ zurück, hänge noch spontan ein „hab einen schönen Tag“ dran. Der Mann, beinahe schon durch die Tür, dreht sich um und schaut entgeistert, so als hätte ich etwas Ungehöriges gesagt.

Ein paar Stunden später treffen wir uns im Vierten kurz wieder – auf Klo (da gehe ich immer in den Vierten, denn auf der fünften Etage sind alle WCs defekt oder werden seit einem halben Jahr „routinemäßig gewartet“) – da lächelt er kurz und murmelt: „dir auch einen schönen Tag“.

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Coesfeld, hier ist #Schland noch in Ordnung

Schland_Coesfeld

… und parken gibts nur für Mieter!

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Aux Armes, Töchter von Elysion

Ich wundere mich. Darüber, dass nach der Attacke der Terroristen nun wieder Flaggen gepostet werden, Nationalflaggen. Gestern die französische, heute die belgische.Man verstehe mich nicht falsch, ich liebe die Marseillaise, die Version von der Piaf besonders, und Struppi kann ich auch gut leiden. Aber waren das nicht Angriffe auf uns alle?, ob Deutscher, Brite, Türke oder Bulgare?

Ich zögere, einzustimmen in den Chor derer, die fragen, wo unsere Batches waren, als in Istanbul Bomben explodierten, genauso nebenan, wie Tel Aviv. Auch wenn die Frage berechtigt ist.

Ich suche das Verbindende und finde es. In der Vergangenheit, in der Europäer im Terror zuversichtlicher wurden, bei jedem Abwurf deutscher Bomben trotziger. Ich nehme mir ein Beispiel, an mutigen Israelis, die Tag für Tag Tram fahren. An syrischen Neudeutschen, die NPD-Kader bergen, an den Carsi Ultras, die gegen Erdogan aufbegehrten.

Ich verachte De Maizière. Und bleibe ein Grundrechtspatriot. Aux Armes, Töchter von Elysion: Lasst unsere Solidarität unsere Hymne und Umarmungen unsere wirksamste Waffe sein.

Mehr solche Flashmobs!

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Hab ichs verdorben?

»Die Arbeit am Verdorbenen hat erhabenes Gelingen.
Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren.
Vor dem Ausgangspunkt drei Tage,
nach dem Ausgangspunkt drei Tage.« IGING – GU

Süße reife Feigen, verbotene Frucht.
Der Fahrtwind der Flucht umweht uns, ich lege meinen Kopf in deinen Schoß.
Als ich mich darin verliere, ziehst du los.

Hab ich es verdorben? Die Ansprüche, die Schneewittchen an uns stellt, seit Ewigkeiten, sie passen mir nicht mehr. Laut ruft die Erkenntnis in meinem Kopf: Es gibt keine Prinzen.

Bei dir gerinnt die Zeit, alles duftet um uns herum. Ich möchte bleiben.

Als ich endlich erwache bin ich auf See. Kein Land in Sicht. Die Venus geht im Westen auf, trotzt ein klein wenig dem Ostwind.

Und ganz langsam verfliegt dein Duft, der mich so lange umfing.

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Anweisungen an das Universum

Es ist eine tröstliche Vorstellung – und eine Erfahrung – dass die Dinge sich fügen, wenn man sie loslässt. Seine Wünsche delegiert. An einen Gott, an das Schicksal oder das große Ganze; an das Universum. Und wenn das Universum antworten könnte, dann klingt das in etwa so …

Gelegenheiten stehen vor Deiner Tür.
Neue Freunde sind auf dem Weg zu Dir.
Dringend benötigte Einfälle finden Dich.
Du hast eine weitere Chance.
Es wird heller.
Du fühlst Dich leichter.
Die Liebe wächst.
Bleib ruhig und bereite Dich vor.

Die Welt ist im Begriff, Dich zu erkennen.

Frei nach TUT.com

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„Fickt euch, ich lackier mir jetzt die Nägel“ #Wellness

„Wellness ist ein bewusster Akt des politischen Widerstandes“ – ein Kraft sammelndes Dafür in einer nervenden Welt des Dagegen. Und so verboten, wie schön:

Konzept-Fotofilm von Noah Sow
Teil von Noah Sows Multimedia Installation „Wellness“.

4 Frauen mit 4 Einwegkameras begehen jede für sich einen Akt der Wellness.

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Immer bei gutem Wetter geschlossen: Café und Biergarten ‚Altonas Balkon‘

Es nervt: schon seit Bestehen des Biergartens am Hang unter dem Altonaer Balkon, und noch schlimmer seit Übernahme durch die dicke Frau, ist es unmöglich, vorherzusagen, ob der Laden auf hat, oder zu.

September. Sonne. Mittagszeit.
Biergartenwetter.

Zu :((

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Zeit der wilden Himmel

Drei Gewitter zogen gestern über die Förde. Und hinterließen einen ruhigen und später wilden Himmel.

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Caffee mit Basilikum und Tauwerk

L: Strande, Ostmole

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Sommerliches Gewitter-Treiben in Strande

Zwischen den Gewittern ist es fast windstill und die Sonne wärmt, wie sie das die letzten fünf herrlichen Wochen getan hat. Alle Stunde aber, rollt ein Gewitter uns entgegen. Merkwürdigerweise immer backbord oder steuerbord an Strande vorbei.

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In den Morgen seiln

Sechs Uhr dreißig ist normalerweise eine Uhrzeit, zu der aus unserer Kajüte leise Schnorchelgeräusche dringen. Heute morgen stehe ich beim ersten Blinzeln auf und mache mich und das Schiff segelfein. 7:00 Uhr Leinen los in Lyø, bei sanften 1-2 Bft. aus Nordwest geht es sutsche in Richtung Faaborg, hinein in die aufgehende Sonne.

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Und irgendwann passiert es doch: 5-6 Bft. an der Kreuz und Unterwant gebrochen.

Zum Glück stand im Sund zwischen Lyø und Fyn keine große Welle als das Steuerbord Unterwant seinen Geist aufgab, und mit einem lauten ZANGGG wegbrach.

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Unser Bordbasilikum McGyver

Wer schon mal für einen Sommertörn gebunkert hat, der kennt das, wenn beim Stauen kindliche Erinnerungen angezapft werden: Dosen Ravioli, Spaghetti mit haltbarer Tomatensauce, Dauerwurst. Das autarke Leben an Bord und kleinen dänischen Häfen, die einem schon per Havnepenge das letzte Hemd ausziehen, fordert seinen kulinarischen Tribut.

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Schleimünde im Sommer ist auf obszöne Weise pittoresk

Die alte Lotseninsel und ihren früheren Nothafen erreicht man besser zwischen 13:00 und 14:00 Uhr im Sommer; danach wird es eng.

Und das hat seinen Grund nicht nur im überschaubaren Liegeplatzangebot, sondern auch in der ursprünglichen Schönheit der Schleimündung: dieses Kleinod flacher Natur ist nur per Schiff erreichbar; drum herum Ostseewelt, wie sie schon die Wikinger vorfanden.

Improvisation pur, die man sonst kaum noch findet, im Wirtschaftsraum Baltische See:

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Blue

Der Himmel sieht aus, wie das Filmplakat einer Philippe Djian Verfilmung: Sommer an der Ostsee. Im Windschatten hat es dreißig Grad und die Ostsee fast zwanzig. Die Nächte sind nach wie vor kurz, wie die Wellen dieses kleinen Meeres.

Nirgendwo anders möchte ich diesen heiligen Wochen sein; die Karibik kannste mir nackt um den Bauch binden, wenn ich, wie diese Woche, bei drei bis fünf Windstärken warme See ins Gesicht gepustet kriege.

Der Hafenmeister trägt seit Wochen kurze Hose und hat eine Farbe im Geischt, die ungewöhnlich gesund wirkt. Hach, wenn es doch nur noch ein wenig andauerte – dieser Ostseesommer. Das ist nun mein Stoßgebet in diesen weiten, großen, dunkelblauen Himmel; um 23:00 Uhr.

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Sturmnachtsicher

Der Wind fegt mit acht Beaufort durch den Mastenwald von Høruphavn, die Koje ist gemacht und auch eine Extraleine ausgebracht, für den Fall, dass die Luvleine bricht. Die Fallen angebunden und aus einem Stück Treibholz hab ich heute noch zwei Extrawinkel für den Mastschacht geschnitzt, da Klötzern nix mehr.

Die Dirk, die gestern Nacht noch so unruhig zuppelte, hab ich nu auch ruhig gestellt; die Sturmnavht kann kommen 😉

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Legerwall is Schiet

Ich bin durch Schaden kluch geworden: vor acht Jahren lagen wir bei acht Bft. auch auf der Außenseite in Høruphav; auch weil es am Vortag, nach langer Segelei, der einfachere Anleger war.

Nachts drehte dann der Wind und auf Sturmstärke.

Hilflos haben wir zugesehen, wie der Osten Wind alle Luft aus den Fendern drückt und man nur noch wählen konnte zwischen „Manöver jetzt oder gleich“.

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Anbaden

Die Ostsee hat aktuell bei Kiel 15 Grad Wassertemperatur; heute war trotzdem anbaden angesagt. Bei schwülen 26 Grad in Strande auch auszuhalten, dass es untenrum ein bisschen beißt.

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Frische Kräuter und ein Kinderessen

Ravioli aus der Dose schmeckt nach Kindheit. Das Alltagsgericht modern schuftender Mütter der 70er Jahre weckt Kindheitserinnerungen, wenn man es sich abends auf dem Petroleumherd warm macht. Mit ein paar frischen Kräutern verfeinert, in meinem Fall Basilikum, der nebenbei auch noch tolles Aroma in die Kajüte zaubert, macht das echt was her – und schmeckt nach einem langen Segeltörn so gut, wie den ganzen Tag getobt. 😉

Dazu öffne ich eine Flasche Grauburgunder von Zähringer aus 2012 – wenn schon das Essen aus der Konserve ist – 😉

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Hauptsache Caffee an Bord

Es gibt wenig Proviant, der wichtiger ist an Bord zu haben, als Caffee.

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Segelsäcke und Seesack gepackt …

#Ostsee ich komme 😉

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Bordenfrost

Die erste Nacht an Bord war frisch; ich habe gefroren. Wie sehr, das habe ich erst gemerkt, als ich vom Klappern meiner Zähne aufgewacht bin.

Schlagartig zieht die Ostsee die, von der Sonne des Tages aufgewärmte, Luft auf ihr Niveau runter; und darunter.

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Sonnenuntergang mit Milch

Dolce und Gabbanas Stern auf der Arschbacke steht sie im Weg. Fotos machen. Nun aber schnell; karibischer Sonnenuntergang.

Milchig wie Piña Colada hängt der Rest Leuchten des böigen Tages über dem Horizont. Myron & E übertönen das schlimme Wummern des All-inklusive Hotels hinter mir. Wäre jetzt gern allein.

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A minha vida mudou aqui

An diesem Ort veränderte sich mein Leben.
Santa Barbara Beach, Sao Miguel, Azores.
A well known surf spot.

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DÜS

Wenn man auf Flughäfen ist und wartet, fällt einem erst auf, wieviele Menschen es doch gibt. Den Blick durch die anderen hindurch gerichtet. Die meisten hetzen, haben ihre dicken Schals in dieser schlimmen Schlaufe gebunden.

Der doppelte Espresso kostet in Düsseldorf 4,80 Euro. In Hamburg dagegen nur 3,50.

Im Osten geht die Sonne auf und ihre vorbörsliche Glut scheint durch das Panorama-Fenster. Eine Blondine sitzt davor und missversteht meinen träumerischen Blick.

Für ein paar Sekunden ergeben die blauen Lichter der Runways ein Muster. Ich lächle. Sie lächelt zurück.

Nu bin ich unterwegs.