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Café und andere Infusionen

Thema: Kaffe, Kaffee, Caffé, als Espresso, Galao oder aus der großen Kanne

Kaffe spielt in meinen Geschichten eine der wichtigen Nebenrollen; Zeit das wichtige Getränk zur Hauptfigur zu machen – für einen Podcast.

Ich lese aus Logbucheinträgen von 2013 bis 2025:

* Kaffe zum Fang

* Bunte Kaffeflecken

* Stille Sucht

* Als Caffè Cortado

* Flüchtige Liebe

alle Kaffe-Logs im Blog lesen

PS als Bonus gibts morgen noch einen Text von Benny Miller (Wenn dir das hier zu wenig Text war 😉

PPS Vielen Dank, Tom, für das nette Feedback. Tom hört meine Texte gerne bei der Fahrt zur Arbeit. Wo lest und hört ihr mich? Bitte melden …

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(B)Logbuch

Neujahrslogbuch (aus vier Jahrhunderten)

Schon seit einigen Jahren spukt eine Idee mir im Kopf herum: Echte Tagebucheinträge aus verschiedenen Jahrhunderten, von verschiedenen Autorinnen und aus den letzten Winkeln der Welt zu kuratieren und denselben Tag mit verschiedenen Augen zu sehen.

Neujahrsgedanken aus vier Jahrhunderten:

1. Januar 1915

Autor: Harry McNeish (Zimmermann auf Shackletons Endurance-Expedition) Quelle: The Diary of H. McNeish / South (Gutenberg Projekt / Archive.org) Kontext: Die Endurance kämpft sich durch das Packeis der Antarktis. McNeish, der Zimmermann (”Chippy”), war bekannt für seine rebellische Ader und seine Katze “Mrs. Chippy”

„Freitag. Neujahr. Position 67-45 Süd. Wir machen sechs Meilen. Vielleicht neun. Der Skipper weckte mich um zwanzig nach zwölf. Ein Fest, sagte er. Um sechs Uhr morgens trat ich wieder an. Bilgen reinigen. Das Übliche.

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Habe mich rasiert. Das erste Mal, seit wir Buenos Aires verlassen haben. Mein Gesicht fühlt sich nackt an ohne den Pelz, verdammt nackt. Ich werde es nicht wieder tun. Nicht vor dem nächsten Hogmanay. Dann drehen wir hoffentlich ab in Richtung Heimat. Zu denen, die wir lieben. Den restlichen Tag habe ich verschlafen.“

1. Januar 1660 (1661 nach modernem Kalender)

Autor: Samuel Pepys Quelle: The Diary of Samuel Pepys (Project Gutenberg) Kontext: Pepys ist ein Bürokrat der Marine, Lebemann und opportunistischer Beobachter. Er beschreibt den Morgen nach Silvester. Er lebt im Dachgeschoss („garret“), während sein Haus renoviert wird.

„Wachte auf. Zog den Anzug an, den mit den großen Taschen. Hatte seit Ewigkeiten nichts anderes getragen. Wir hausten oben im Dachgeschoss. Meine Frau, das Dienstmädchen Jane und ich. Drei Leute, eine Gruppe, keine Familie.

Meine Frau hoffte, sie sei schwanger, sie war schon sieben Wochen überfällig. Dann kam das Blut doch. Hoffnung erledigt.

Der Staat? Ein Chaos. Das Rumpfparlament nie wirklich da, die Armee kuscht. Ich? Ich gelte als reich. Aber eigentlich bin ich arm. Aß im Dachgeschoss zu Mittag. Meine Frau bereitete die Überreste des Truthahns zu. Dabei verbrannte sie sich die Hand. Ich blieb den ganzen Nachmittag drin, starrte auf meine Konten. Zahlenkolonnen. Draußen in der Fleet Street rammten sie Pfähle in den Boden.“

1. Januar 1898

Autorin: Virginia Woolf (damals Virginia Stephen, 16 Jahre alt) Quelle: A Passionate Apprentice: The Early Journals (Public Domain Auszüge) Kontext: Die junge Virginia beginnt ein neues Tagebuch. Sie ringt schon hier mit der Form und dem Sinn des Aufschreibens, kurz nach dem Tod ihrer Mutter und Halbschwester.

„Hier ist es also. Ein Band voll akutem Leben. Das erste Jahr, das ich wirklich gelebt habe. Jetzt ist es vorbei. Abgeschlossen. Weggesperrt. Und da kommt ein anderes. Und noch eins. Und noch eins. Herrgott, sie sind lang, diese Jahre.

Ich fühle mich feige, wenn ich sie ansehe. Aber man muss weitermachen. Nessa predigt, unser Schicksal läge in uns selbst. Nimm die Predigt mit nach Hause, schluck sie runter. Hier ist das Leben. Nimm es. Hand am Schwertgriff. Ein ungesprochener Schwur.“

1. Januar 1786

Autor: George Washington Quelle: The Diaries of George Washington (Library of Congress / Gutenberg) Kontext: Washington ist nach dem Unabhängigkeitskrieg auf seine Plantage Mount Vernon zurückgekehrt. Kein Präsidenten-Glamour, sondern das harte, monotone Geschäft eines Landwirts.

„Sonntag, der Erste. Thermometer auf 36 Grad am Morgen. Mittags dasselbe. Nachts auch. Ein drückender Tag. Kaum Wind, und wenn, dann aus Osten. Lund Washington und seine Frau kamen zum Essen. Sie fuhren am Nachmittag wieder. Nichts passiert.

Der Boden ist hartgefroren.“

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(B)Logbuch

Es ist ein Ross entsprungen

Meine Omi hatte ein Lieblingsweihnachtslied (das sich übrigens schwer auf der Ukulele spielen lässt): „Es ist ein Ros` entsprungen“.

An beides musste ich gestern Abend, am Weihnachtsabend denken, als wir nach dem Essen und der Bescherung gemeinsam am Wohnzimmertisch meiner Schwiegermutter saßen und versuchten, dieses Lied, seinen Text und seine Melodie mit dem Strumming zweier Ukulelen überein zu bringen.

Meine Schwiegermutter saß neben mir und sang fröhlich mit. Allerdings eine Version, die ich noch nicht kannte. Sie lächelte, als sie meinen irritierten Seitenblick sah und sagte leise, „das ist die Oldenburgische Variante, die man bei meiner Großtante in Oldenburg (in Oldenburg) gesungen hat.

Und die ging so…

„Es ist ein Ross entsprungen. Aus Spiekermann sein Stall …“

Und nun alle… 😉

PS meine Tochter liebt meine Geschichten aus Blankenese. Sie sagt, sie weiß so wenig darüber und über meinen Blog und den Podcast erlebt sie Familiengeschichte. Das hat mich sehr gefreut, und vielleicht ist das ja eine Idee für 2026. Auf jeden Fall lustiger als diese „Papa, erzähl mal“-Bücher.

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Kann man den Winter vorlesen?

Ein Vorlesepodcast zu Weihnachten:

Winter, Weihnachten, Dezember. Wenn ich die Suche in meinem Blog anschmeiße, dann schickt mir der Algorithmus ohne Weltherrschaftsideen eine Liste von Artikeln, die aus den letzten 12 Jahren stammen. Hier vorgelesen und als Ebooks kostenlos+ herunterladbar.

Chapters

  • 0:28  Willkommen im Logbuch laut
  • 6:08  Frühlingsanfang und Wetterwechsel
  • 7:30  Erinnerungen an das Segeln
  • 11:42  Autofiktionale Überlegungen
  • 19:22  Spielszenen aus der Familie
  • 20:04  Rückkehr nach Westerland
  • 21:35  Neujahr und neue Gedanken
  • 26:30  Dank und Ausblick auf die Zukunft

Vorgelesene Blogs:

Zwischen den Zeilen, zwischen den Jahren: Ein Nachmittag mit dem Logbuch laut

Draußen drückt der Dezember seine graue Stirn gegen mein Fenster, und drinnen dampft der Earl Grey, während ich mich in die neueste Episode vom Logbuch laut fallen lasse. Es ist dieser seltsame Moment im Jahr – dieses Dazwischen –, in dem die Zeit dehnbar wird wie warmer Kaugummi.

Ein Rausch aus Automatik und Erinnerung

Der Host nimmt uns diesmal mit zurück in eine Ära der Écriture Automatique. Während ich zuhöre, frage ich mich: Wer war diese Person, die damals im surrealistischen Rausch die Feder führte? Die Texte flimmern wie alte Super-8-Aufnahmen vor meinem inneren Auge. Es geht um den Winter, klar, aber eigentlich geht es um die Sehnsucht nach dem Licht, das irgendwo hinter dem Januar lauert.

Wenn die Grenze zwischen „Ich“ und „Erfunden“ verschwimmt

Was mich an dieser Folge besonders gekriegt hat, ist das Spiel mit der Autofiktion. Man sitzt da, den Kopfhörer fest auf den Ohren, und versucht krampfhaft zu entwirren: War das wirklich so? Wer ist diese Figur? Und wie viel von der Wut, der Trauer und der Nostalgie ist echtes Fleisch, wie viel nur literarisches Kostüm?

Der Host macht daraus kein Geheimnis, sondern eine Analyse am offenen Herzen. Es ist faszinierend (und ein bisschen schmerzhaft), dabei zuzusehen, wie alte Texte seziert werden. Man spürt förmlich, wie sich die Perspektiven über die Jahre verschoben haben – wie aus dem jungen, wilden Schreiben ein reflektiertes Bewahren geworden ist.

Mein Fazit: Ein literarischer Adventskranz ohne Kitsch

Diese Episode ist kein gemütliches „Hach, wie schön ist Weihnachten“-Geplänkel. Es ist eine Einladung in den Maschinenraum eines Schreibenden.

  • Stimmung: Melancholisch, tiefgründig, angenehm sperrig.
  • Highlight: Die Erkenntnis, dass das Schreiben der einzige Weg ist, die Geister der Vergangenheit gleichzeitig festzuhalten und loszuwerden.

Ich klappe den Laptop zu, der Tee ist kalt, aber mein Kopf ist voll mit neuen Schreibstrategien für das nächste Jahr. Ein herzliches Danke an das Logbuch laut für diesen ehrlichen, ungeschönten Ausblick auf das, was kommt.


Tipp: Schnappt euch eine Decke, ignoriert die To-do-Liste für das Fest und hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie aus echtem Leben echte Literatur wird.

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Podcast

Mallorca ohne Ballermann – Logbuch Laut

Mallorca im Frühling, Mallorca die Lieblingsinsel meiner Kindheit (Hallo Erobique 😉 Kaum eine Urlaubsinsel hat so viele Facetten, vor allem in der kurzen Zeit, bevor die Ballermänner kommen. Ein Logbuch Laut Podcast mit Texten aus diesem Blog:

Als Mallorca Videopodcast bei Youtube:

Die Texte, die ich in diesem Podcast lese und erkläre:

Bei Gefallen lass n Heiermann für ne Weißweinsangria hier.

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Podcast

Geschichten aus Blankenese – Episode 2 des „Logbuch Laut“ Podcast

Chapters

0:13 

Podcast Restart: Logbuch Laut

3:17 

Blankeneser Traditionen und ihre Geschichten

12:32 

Erinnerungen an meine Großeltern

16:24 

Von der Hexe von Blankenese

19:33 

Klauen in Blankenese: Eine Anekdote

21:34 

Nachbarschaft und Konflikte in Blankenese

22:07 

Kuttersegeln auf der Elbe: Ein Rückblick

Long Summary

In dieser Episode des Podcasts Logbuch laut explore ich die Eigenheiten und Geschichten von Blankenese, dem Stadtteil, der mir durch tief verwurzelte familiäre Verbindungen ans Herz gewachsen ist. Die Inspiration für dieses Thema kam durch einen Artikel im Hamburger Abendblatt, der über die untypischen Diebstähle in der wohlhabenden Gegend berichtet. Dabei reflektiere ich die Klischees und realen Gegebenheiten dieser Nachbarschaft, von den traditionsbewussten Blankenesern bis zu den neu zugezogenen Wohlhabenden, die mehr als nur ihre Exklusivität mitbringen.

Ich beginne mit den Traditionen, die in Blankenese lebendig sind, insbesondere den Osterfeuern, die jedes Jahr ein großes Fest mit einer verwobenen Geschichte der Nachbarschaft darstellen. Obwohl diese Traditionen von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind sie heutzutage immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit den Behörden, die die Höhe der Feuermasten regulieren wollen. Ich schildern, wie sich die Anwohner gegen solche Einschränkungen wehren und ihre Traditionen verteidigen, während sie gleichzeitig den schleichenden Wahnsinn von Regulierungen in einer technokratischen Welt diskutieren.

Die Erzählung führt mich weiter in die Geschichten meiner Vorfahren, die Blankenese in seiner Entwicklung prägen. Ich teile Anekdoten über meinen Großvater, der als Seemann bekannt war und dessen Gelassenheit und Weisheiten mir bis heute in Erinnerung sind. Auch die Geheimnisse meiner Ur-Ur-Ur-Omi, die als die Hexe von Blankenese bekannt war, illustrieren den Zauber und die Verbundenheit, die ich mit dieser Region empfinde. Diese familiären Geschichten geben einen tiefen Einblick in die historischen Verflechtungen in dieser eigenen kleinen Welt.

Ein weiterer Punkt, den ich anspricht, ist das Klauen von Blumen in der Kindheit und wie dies im Kontext von Blankenese betrachtet wird. Aus geliebten Erinnerungen heraus stelle ich fest, dass selbst die vermeintlich reichen und erfolgreichen Herrschaften nicht vor kleineren Delikten gefeit sind. Dies wirft ein schräges Licht auf die sozialen Dynamiken, die in einer so traditionsreichen und doch modernen Nachbarschaft existieren. Darüber hinaus spüre ich den tiefen Einfluss der Nachbarschaft auf das soziale Gefüge und die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, besonders unter den privilegierten Bewohnern.

Schließlich schau ich zurück auf meine eigenen Kindheitserlebnisse und die Abenteuer während des Kuttersegelns auf der Elbe. Diese Erinnerungen an Freiheit, Unbeschwertheit und die Herausforderungen des Heranwachsens fügen sich harmonisch in die Gesamterzählung ein und bieten einen persönlichen Blick auf die Entwicklungen in meinem Leben und meiner Heimat. Jedes Erlebnis, jedes Wort hat seine Bedeutung, und ich freue mich, diese kleinen, feinen Geschichten mit euch zu teilen.

Brief Summary

In dieser Episode von Logbuch laut tauche ich in die Geschichten und Traditionen von Blankenese ein, einem Stadtteil, der mir besonders am Herzen liegt. Inspiriert von einem Artikel im Hamburger Abendblatt, reflektiere ich über die untypischen Diebstähle in der wohlhabenden Nachbarschaft und die sozialen Dynamiken zwischen den traditionsbewussten Blankenesern und den neu zugezogenen Wohlhabenden. Ich bespreche lebendige Traditionen wie die Osterfeuer und die Herausforderungen, mit denen die Anwohner bei der Verteidigung ihrer Bräuche gegenüber bürokratischen Regulierungen konfrontiert sind. Darüber hinaus teile ich persönliche Anekdoten über meine Vorfahren und erinnere mich an meine Kindheitserlebnisse, die die Entwicklung dieser besonderen Region und meine Verbindung dazu prägen.

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(B)Logbuch

Logbuch Laut – aus der dänischen Sydsee

Nu gibts meinen Blog und Newsletter auch als Podcast. Die erste Folge der neuen Staffel ist nun on air – hier und überall, wo es Podcasts gibt.

Die dänische Sydsee, Seglerparadies in Dänemark und bestes Mittel gegen den Winterblus, sich Geschichten vom Sommertörn vorlesen zu lassen.

Blogposts/ Orte aus dem Podcast:

Vielen Dank an alle, die mir über den Sommer ein Anlegebier ausgegeben haben – bei Gefallen, spendier mir gerne einen Kaffe.

Podcast anhören …

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Podcast

Ein Podcast wird kommen… (aus Sønderborg)

Eigentlich gab es den Podcast schon. Er ist leider unterwegs einslopen.

Nu geiht dat wedder los. Ein Vorhörer…

Peep-Show mit Gespräch, so würde Sven Regener es wohl nennen, wenn man seinen Blog auch noch vertont.

Ob das Leute hören wollen? Ich weiss es nicht. Vielleicht nutzen sie die vorgelesenen und mit Kontext angereicherten Erzählungen zum Abwaschen, Kochen oder Einschlafen.

A pros pos Einschlafen: Vor Jahren hat Toby einen meiner Blogtexte in seinem wundervollen Einschlafen Podcast vorgelesen — sag Du mir, ob ich mich davon geschmeichelt fühlen soll?, hab ich B. damals gefragt. Na klar, hat sie gesagt. Und jetzt mach ich beinahe dasselbe. Nur dass ihr bitte wach bleibt. 😉

Mein Freund Loffi, noch so ein Podcaststar, hat meine Ankündigung mit einem ❤️ versehen; dann kann ja nix mehr schiefgehen.

Heute ist Hafentag. Der Westen schickt segelbrechende Gewitter mit Böen bis neun Bft. über den Alssund. Hafentag ist auch mal schön, sagen sich B. und ich zum Trost, schauen in den Himmel und kehren sicherheisthalber in ein Café in Sonderburg ein, das P’s Café heißt. (Namen für Läden mit einem Buchstaben liegen hier voll im Trend, fällt B. auf).

Vorher haben wir mir einen Termin bei E. gemacht, einem Rockabilly Friseur, der mir schon vor drei Jahren einen Sommersaisonschnitt verpasst hat, der den Specials gefallen hätte. (Sein Laden heißt E’s Barbershop, und ich hab leider vergessen, wofür das E. steht)

Inzwischen ist er umgezogen und nimmt nur noch Patienten mit Termin an. B. findet, er sieht in seinem weißen Kittel eher aus wie der Dentist aus Little Shop of Horrors.

Stimmt. Mir ist wegen morgen ein bisschen bange. Hab um 1330 Uhr einen Termin beim „Doktor mit dem kurzen Namen und der blauen Brille“. Wenn ich mich morgen nicht melde, ruft jemanden Zuhilfe.

PS B. ist Mitglied im Kommando „Monika Sundermann“ und hat mich diesen Text mehrfach redigieren lassen. („Nu“ und „wedder“ war doppelt und musste leider abgezogen werden).

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Read-out loud: Helsinki – eine Hafenkneipen-Bekanntschaft

Du hörst die dritte Episode meines Logbuch-Newsletters, mit den fiktiven Abenteuern von Pit, der (bisher) allein auf seiner schwedischen Segelyacht lebt.

Logbuch-Eintrag vom 18. April.
Revier: Kieler Förde, Ostsee.
Wasser: 5,4 Grad Celsius.
Wind 2-3 Beaufort aus Ost, auf Nordost drehend …

Oder bei Apple Podcasts anhören
Oder bei Spotify anhören

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Podcasting mit Musik: wie tauglich ist die GEMA Podcast Lizenz

Ich podcaste seit einem Vierteljahr nun regelmäßig. Das Intro des St. Pauli Podcast haben wir selbst komponiert und ansonsten die Werke anderer – wie schon beim Bloggen schmerzhaft gelernt – Stichwort Abmahnung – gemieden, wie das Weihwasser.

Dennoch: Musik und Podcast gehört irgendwie zusammen – so wie St. Pauli und Popkultur – und so kam schnell der Tag, an dem wir in unserem Podcast lizenzpflichtige Musik spielen wollten.

Wer in seinem Podcast Musik spielen will, muss Rechte einkaufen. Pauschal geht das bei der GEMA

Die Gema bietet schon seit über zehn Jahren einen speziellen Tarif für Podcaster an: Die Lizenz zur Nutzung des GEMA-Repertoires in Ihrem Podcast.

An diese Lizenz sind einige Bedingungen geknüpft, die ich im folgenden bewerten möchte… (Tim Pritlove hat die erste Version damals „angstgeladene Scheiße“ genannt, ist sie das immer noch?)

Bedingungen der Gema Podcast Lizenz:

  1. Musikstücke müssen an- und abmoderiert werden


    und zwar in der Form, dass man, wie die vielgehassten Radiomoderatoren meiner Jugend, wie Willem, in die Musikstücke hinein spricht. Ich vermute, dass damit vermieden werden soll, dass sich Hörer oder andere aus Podcasts die Musikstücke extrahieren.


    Fazit: Das ist gut machbar und passt zum Flow eines sprachegetriebenen Formates ganz gut. Fühlt sich beinahe, wie im Radio an – nennt mich Willem 😉

  2. Nur 50% des Musikstückes dürfen gespielt werden.


    Fazit: Das ist schon doof und der Ärger beginnt schon bei der Frage, „was ist denn genau die Hälfte eines Songs?“. Trotzdem, auch diese willkürliche Regel ist handlebar.

  3. Der Podcast darf nur unter zwei URLs angeboten werden.


    Fazit: Eine vollkommen unklare Regelung, die völlig außer Acht lässt, dass bspw. der MP3-Feed zwar genau eine URL ist, dieser aber bspw. bei Itunes oder Podcast.de unter anderen URLs abrufbar ist

  4. Fazit: Für kleine Podcasts, die keine signifikanten Einnahmen generieren ist das eine echte Kostenfalle. Einzige Möglichkeit: die Podcast-Folgen nach Ablauf der Lizenz um die Musik bereinigen – so habe ich das gemacht. Ist aber ein Heidenaufwand.

  5. Die einzelnen Podcast-Folgen dürfen (inkl. Musik) nur 30 Minuten lang sein.

    Fazit: Willkürlicher Humbug. Ich kaufe eine Lizenz für fünf oder bis zu 31 Songs und darf die Folgen nicht länger als 30 Minuten lang werden lassen?

Fazit: Podcasten mit Musik macht mehr Spaß, der Benefit rechtfertigt aber den Aufwand nicht, weder den zeitlichen noch den monetären. Danke GEMA 🙁

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Podcast Learnings: (1) Die Reichweite entsteht im Long Tail

Nun ist es knapp drei Monate her, dass ich meinen ersten Podcast gestartet habe. Inzwischen sind wir bei Folge (5) und haben noch immer Lust. Während ich selbst das Podcasten also noch lerne, versuche ich so viele Erkenntnisse, wie möglich festzuhalten; Fakten, die mich erstaunen, Erfahrungen, die ich so nicht erwartet habe.

Reichweite meiner Podcasts

Obige Grafik zeigt die Reichweite der dritten Folge meines St. Pauli Podcast und soll stellvertretend für eine Erkenntnis stehen, die sich bei allen meine bisherigen Folgen so ähnlich zeigt:

Ein großer Teil der Podcast Reichweite kommt aus dem Long Tail: 43%

In der ersten Woche nach VÖ sind erwartungsgemäß die meisten Zugriffe zu verzeichnen (57%), davon 29% am ersten Tag. Allerdings ergeben die kleckerhaft erscheinenden Zugriffe seitdem, dass

  1. Podcast Folgen auch nach der Veröffentlichung immer mal wieder angehört werden
  2. Der Anteil am Long Tail, also der Zugriffe und Downloads nach der ersten Woche auf inzwischen erkleckliche 43% beträgt (Downloads & Streams)

Fazit: Podcast-Produktion für einen längeren Verwertungszeitraum scheint sich zu lohnen.

 

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Was ich lernte, als ich einen Podcast startete …

Ich bin seit über einem Jahrzehnt Blogger, genauer: ich schreibe seit 2002 in das Internet. In verschiedenen Formen und zu verschieden Themen. Vor gut zehn Jahren sind soziale Netzwerke dazu gekommen, vornehmlich Twitter und Facebook. Bei Youtube bin ich einfach nicht heimisch geworden, was auch daran liegen mag, dass ich nicht besonders telegen bin.

Podcasts habe ich lange gemieden