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4. Januar – mein digitaler Independence Day

Fediverse zwischen den Jahren, draußen Frost, -2 Grad.

„Wenn die Nerds und die Geeks das Silo verlassen, dann sinkt der Kahn womöglich“

Jedes Jahr um diese Zeit treffen sich Nerds, Geeks, digitale Aktivist:innen und n paar neugierige Normalos in Hamburg und tauschen Infos, früher CDs und Disketten, zeigen sich wie man die Bahn hackt und verabreden sich fürs Bambulemachen im neuen Jahr. Der CCC hat eingeladen und viele kommen. (Ich schaffe das nie, bin zu sehr versunken im Jogginghosenzustand).

Die Öffentlichkeit schaut gebannt, ein wenig skeptisch aber immer interessiert auf die digitale Bohème. Die Tagesschau berichtet vor Ort.

Die Themen sind vielfältig und dieses Jahr vielleicht auch für Nichtnerds interessant. Denn auf dem CCC Congress wurde eine Aktion ins Leben gerufen, die ihr euch merken solltet: der digitale Unabhängigkeitstag. Der di.day.

Ich treibe mich seit 2022 im Fediverse herum — und ich mag es hier. Hier sind mein Blog, meine eigene St. Pauli Instanz und viele tolle Menschen. Noch wichtiger aber ist, was fehlt: agitierende Algorithmen.

Dabei wird es immer einfacher, mindestens mal einen Zeh in diese Welt zu stippen, der di.day hat „Anleitungen zum Wechsel zusammengestellt. Es ist nicht kompliziert: Heute mal einen Wechsel ausprobieren, am nächsten ersten Sonntag im Monat den nächsten. Also schnell in den AppStore, Alternative herunterladen und mit uns #DIDay feiern!“

Also: sehen wir uns im Fediverse?

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(B)Logbuch

Zwischen den Jahren

Es ist einer der Tage nach Weihnachten (ich glaube der 2. aber sicher bin ich mir nicht). Ich bin angekommen zwischen den Jahren.

Die verwaschene Jogginghose gehört zu mir wie das zerzauselte Haar auf dem Kopf. Frühstück mit den Lieben, die gleich noch einen Zug nach Süden erwischen müssen.

Gestern gab’s Reste zum Abendessen. Zum Frühstück um 12:00 auch — und das kleine Extra, das B. für einen schönen Anlass aufbewahren wollte und das jetzt weg muss, bevor es schlecht wird.

Wir hören französische Caféhausmusik, auch weil Brigitte Bardot gestorben ist (und nicht nur B. dachte, die wär schon längst tot).

Ich hab nix vor. Außer noch im Hellen rauszugehen: ein wenig spazieren. Da muss ich mich inzwischen sogar beeilen. Es wird zwar immer heller, aber für meinen Geschmack viel zu langsam.

Danach lese ich in dem geschenkten Buch über Nichtsegler, die in die Antarktis aufbrechen. Also sag nicht, ich hätte nichts vor.

„Was machen wir eigentlich an Silvester?“, fragt B. in die verharzte Stille und plötzlich wird die Zeit wieder flüssig.

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Es ist ein Ross entsprungen

Meine Omi hatte ein Lieblingsweihnachtslied (das sich übrigens schwer auf der Ukulele spielen lässt): „Es ist ein Ros` entsprungen“.

An beides musste ich gestern Abend, am Weihnachtsabend denken, als wir nach dem Essen und der Bescherung gemeinsam am Wohnzimmertisch meiner Schwiegermutter saßen und versuchten, dieses Lied, seinen Text und seine Melodie mit dem Strumming zweier Ukulelen überein zu bringen.

Meine Schwiegermutter saß neben mir und sang fröhlich mit. Allerdings eine Version, die ich noch nicht kannte. Sie lächelte, als sie meinen irritierten Seitenblick sah und sagte leise, „das ist die Oldenburgische Variante, die man bei meiner Großtante in Oldenburg (in Oldenburg) gesungen hat.

Und die ging so…

„Es ist ein Ross entsprungen. Aus Spiekermann sein Stall …“

Und nun alle… 😉

PS meine Tochter liebt meine Geschichten aus Blankenese. Sie sagt, sie weiß so wenig darüber und über meinen Blog und den Podcast erlebt sie Familiengeschichte. Das hat mich sehr gefreut, und vielleicht ist das ja eine Idee für 2026. Auf jeden Fall lustiger als diese „Papa, erzähl mal“-Bücher.

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Die Toten in Mamas Plattenkiste

Ich bin in dem Alter, in dem die Helden meiner Jugend reihenweise den großen, ihren letzten Törn antreten. David Bowie, Prince, Sinead o’Connor, und so viele mehr.

Und die Künstler, die in der Plattenkiste meiner Mutter wohnten.

Wie jedes Kind meiner Generation habe ich vor der elterlichen Marantz-Anlage und dem Dual Plattenspieler mit Holzapplikation gesessen und stundenlang die Platten angehört, die daneben im Regal standen.

Nun ist der letzte in dieser illustren Reihe gestorben: Chris Rea.

Neben ihm — gespeichert in einer Art analoger Playlist in meiner Erinnerung — stehen bspw die Alben von J.J. Cale, dessen Lieder ich spät erst würdigen konnte. Vor allem das bunte Cover und der ruhige Folk seines 1971er Albums „Naturally“ erreichten mich erst vor kurzem. „Cocaine“ faszinierte mich da schon früher.

Lou Reed war mit seinen vielen Alben, mit Velvet Underground und solo, der Größte in diesem Plattenschrank. Anfang der 90er vollendete meine Mutter meine musikalische Ausbildung mit einem gemeinsamen Besuch in seiner Musicaloper in Hamburg. Sein spätes Album „New York“ kann ich heute noch auswendig mitsingen.

In Chris Rea war meine Mutter ein wenig verliebt, so wie in Freddie Mercury. So richtig glühend wurden ihre Augen aber, wenn ich das vierfach Album des „Concert for Bangladesh“ auflegte. Die Platte hatte schon Schnitzer und Kratzer, weil wir sie so oft hörten, vor allem der Part mit George Harrisons Auftritt. „Here Comes the Sun“ ist für mich seitdem nur echt in der Liveversion und den Knarzern zwischendrin.

In dieser Zeit des Jahres lässt man das abgelaufene Jahr gehen, lässt die Vergangenheit los, um Platz für das Neue zu machen. Mit Chris Reas Tod wird der Bogen größer.

Dabei weiß ich gar nicht, ob ich Mamas Plattenkiste schon loslassen möchte.

Ich nehme mir also vor, den Plattenschrank von links nach rechts durchzuhören zwischen den Jahren. Beginnen werde ich mit George Harrison.

„Ich probiere mal eine der akustischen Gitarren. Ist das Mikrofon schon an..?“

PS Wie geht es eigentlich Joan Armatrading?

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(B)Logbuch

Klar zur Wende – zur Wintersonnenwende

Wintersolistice,
21. Dezember um drei Uhr drei Minuten.

Seit gestern um kurz nach drei wird es wieder heller. Ich verabschiede die Momente des Jahres 2025 und beginne das, was die Azteken die „tote Zeit“ nannten – die Zeit zwischen den Jahren, in der man irgendwann vergisst, welchen Wochentag wir haben.

Den Glücklicheren von uns passiert das früher, die anderen haben noch Spaß mit DPD.

Diese Tage zwischen den Jahren sind magisch, trotz Nebelschwaden nahe dem Gefrierpunkt und immer noch langen klammen Abenden. Denn sie sind so ambivalent wie das Leben. Egal ob in Altona oder Friesland.

Hektisch und besinnlich gleichzeitig wird weniger gebloggt und gepostet – und das ist gut so. (Ich liebe es übrigens, an Heiligabend noch etwas Vergessenes einzukaufen – alle sind entspannt, der Stress der Vorweihnachtszeit fällt sprichwörtlich aus den Gesichtern. Verkäuferinnen lächeln und Kunden grüßen nett)

Nach einer alten Überlieferung ist das Gewebe zwischen den Dimensionen nie so blickdünn wie zur Zeit zwischen dem was geht und dem was kommt. Und auch wenn ich weiß, dass der 1. Januar den 24 Stunden davor zum Verwechseln ähnlich sieht, ist 2026 gefühlt heute noch weit weg.

Zwischen den Jahren soll man loslassen und nix Neues beginnen. Und doch geht es mir regelmäßig so, dass mein Verstand mir 1000 Ideen ins Bewußtsein schmeißt. Als intuitiver Blogger will ich dann gleich beginnen – und tue das meist auch.

Unterbrechen wir aber mal kurz den Flow of Consiousness. Vielen herzlichen Dank an euch alle. An die Lesenden, meine Kritikerinnen (muss ich nicht gendern;), an Christoph für seinen ewigen Support, für die Ebook-Downloader und meine 11 Kaffespender.

Ihr seid toll!

Nehmt euch n Tee oder n Grog und lest n gutes Buch. Kommt zur Ruhe und denkt nicht zuviel nach. Die Zukunft kommt von ganz allein.

Wer mag, kann sich das Iging des kommenden Jahres werfen. (Mir rät das Iging mit dem Hexagramm 45, mich mehr auf meine Community zu verlassen – das ist doch mal n guter Rat 😉

PS Titelfoto: Ich sag doch, schon heute ist es kaum zu unterscheiden, ob 1 Foto echt oder KI-generiert ist. Das Titelfoto ist es – eins davon 😉

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500 Zeichen

Kein Lego für Dick

Was passiert, wenn ihr den Namen Caractacus Potts hört? Vielleicht noch nix, aber was ist mit Tschitti Tschitti Bäng Bäng?

Da rumpelt es im Gedächtnis und Erinnerungen springen ins Rampenlicht des Bewusstseins. Ein Auto, das Kinder befreit. Und mittendrin ein lächelnder Dick van Dyke.

Die tanzende Zahnleiste aus Mary Poppins ist neulich 100 Jahre alt geworden. Und er soll immer noch lächeln und immer noch tanzen.

Unbestätigte Gerüchte berichten davon, dass sich Dick darüber beschwert hat, dass es ihm nun nicht mehr erlaubt sei, LEGO zu spielen — in der Tat empfiehlt der skandinavische Steinchenlieferant ein Alter von 4 bis 99.

Wer jetzt denkt, Dick könnte seine Sammlung doch an seine Enkel verschenken, der sollte beachten, daß diese bei einem Hundertjährigen auch schon über 40 sind.

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Podcast

Kann man den Winter vorlesen?

Ein Vorlesepodcast zu Weihnachten:

Winter, Weihnachten, Dezember. Wenn ich die Suche in meinem Blog anschmeiße, dann schickt mir der Algorithmus ohne Weltherrschaftsideen eine Liste von Artikeln, die aus den letzten 12 Jahren stammen. Hier vorgelesen und als Ebooks kostenlos+ herunterladbar.

Chapters

  • 0:28  Willkommen im Logbuch laut
  • 6:08  Frühlingsanfang und Wetterwechsel
  • 7:30  Erinnerungen an das Segeln
  • 11:42  Autofiktionale Überlegungen
  • 19:22  Spielszenen aus der Familie
  • 20:04  Rückkehr nach Westerland
  • 21:35  Neujahr und neue Gedanken
  • 26:30  Dank und Ausblick auf die Zukunft

Vorgelesene Blogs:

Zwischen den Zeilen, zwischen den Jahren: Ein Nachmittag mit dem Logbuch laut

Draußen drückt der Dezember seine graue Stirn gegen mein Fenster, und drinnen dampft der Earl Grey, während ich mich in die neueste Episode vom Logbuch laut fallen lasse. Es ist dieser seltsame Moment im Jahr – dieses Dazwischen –, in dem die Zeit dehnbar wird wie warmer Kaugummi.

Ein Rausch aus Automatik und Erinnerung

Der Host nimmt uns diesmal mit zurück in eine Ära der Écriture Automatique. Während ich zuhöre, frage ich mich: Wer war diese Person, die damals im surrealistischen Rausch die Feder führte? Die Texte flimmern wie alte Super-8-Aufnahmen vor meinem inneren Auge. Es geht um den Winter, klar, aber eigentlich geht es um die Sehnsucht nach dem Licht, das irgendwo hinter dem Januar lauert.

Wenn die Grenze zwischen „Ich“ und „Erfunden“ verschwimmt

Was mich an dieser Folge besonders gekriegt hat, ist das Spiel mit der Autofiktion. Man sitzt da, den Kopfhörer fest auf den Ohren, und versucht krampfhaft zu entwirren: War das wirklich so? Wer ist diese Figur? Und wie viel von der Wut, der Trauer und der Nostalgie ist echtes Fleisch, wie viel nur literarisches Kostüm?

Der Host macht daraus kein Geheimnis, sondern eine Analyse am offenen Herzen. Es ist faszinierend (und ein bisschen schmerzhaft), dabei zuzusehen, wie alte Texte seziert werden. Man spürt förmlich, wie sich die Perspektiven über die Jahre verschoben haben – wie aus dem jungen, wilden Schreiben ein reflektiertes Bewahren geworden ist.

Mein Fazit: Ein literarischer Adventskranz ohne Kitsch

Diese Episode ist kein gemütliches „Hach, wie schön ist Weihnachten“-Geplänkel. Es ist eine Einladung in den Maschinenraum eines Schreibenden.

  • Stimmung: Melancholisch, tiefgründig, angenehm sperrig.
  • Highlight: Die Erkenntnis, dass das Schreiben der einzige Weg ist, die Geister der Vergangenheit gleichzeitig festzuhalten und loszuwerden.

Ich klappe den Laptop zu, der Tee ist kalt, aber mein Kopf ist voll mit neuen Schreibstrategien für das nächste Jahr. Ein herzliches Danke an das Logbuch laut für diesen ehrlichen, ungeschönten Ausblick auf das, was kommt.


Tipp: Schnappt euch eine Decke, ignoriert die To-do-Liste für das Fest und hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie aus echtem Leben echte Literatur wird.

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(B)Logbuch

4: Weihnachten, Dezember, kann man den Winter vorlesen?

(Vorlese-Podcast) – Winter, Weihnachten – Melancholie und Kerzenschein. Ein Vorlesepodcast für die letzten besinnlichen Tage des Jahres. Und immer kommt Regen darin vor 😉

Alle Ebooks und 1 Kaffe für den Vorleser gibts hier: https://ko-fi.com/ring2/shop

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Übers Bloggen

Back to analog— back to Punk Writing

In der Beziehung zwischen Medien und Realität gibt’s Wendepunkte. Beim Siegeszug des Ton- und Farbfilms beispielsweise, oder als man mit einem hüpfenden großen R markieren musste, dass die Zeitlupe einer Torszene läuft (war das 1978 das erste Mal, dass ich das bewusst sah?).

Ich weiss noch, wie fasziniert ich davon war, dass die Katastrophe an den Zwillingstürmen am 11. September wie ein Echtzeit-Actionmovie aussah. Danach hab ich Filmexplosionen in einem anderen Licht gesehen.

2026 erreichen wir einen weiteren Scheitelpunkt, der alles davorgewesene in den Schatten stellt: KI-generierte Inhalte werden von realen Bildern, Videos und Texten nicht mehr zu unterscheiden sein. Sie fluten das Social Web jetzt schon und werden (von mir) nicht mehr unterscheidbar sein.

Selbst mit meinem geschulten Auge, fällt es mir heute schon schwer, AI-Videos von echten zu unterscheiden. Irgendwann nächstes Jahr werde ich auf diesem Auge blind.

Soziologen sprechen bereits vom Zusammenbruch der Realitäten und damit der Glaubwürdigkeit von Medien an sich.

In einem Internet, in dem profitmaximierende Algos wahllos künstliches widerkauen, stirbt die Utopie endgültig, die Leute wie mich einst in den Cyberspace gelockt hat.

Back to analog.

Eine Strategie wäre die Migration zurück ins Analoge. B. will dieses Weihnachtsfest wieder mehr Briefe schreiben. So voll oldschool auf Papier. Mit Logbüchern wie diesem geht das auch. Vielleicht eine gute Idee für 2026.

Punkrocktime

This is not a time to be dismayed.

This is punk rock time, this is what Joe Strummer trained you for.

It is now time to go. You’re a good person. That means more now than ever.
— Henry Rollins

Vielleicht ist es an der Zeit, der perfekten KI-Welt etwas entgegenzusetzen, was diese nicht kann: selber machen und Dinge rough, schräg, campy und bewusst fehlerhaft machen.

Frei nach meinem Vorbild Henry Rollins: dies ist keine Zeit, um zu verzweifeln, dies ist die Zeit, sich zu wehren. Mit dem, was wir haben: Überraschung, Selbstgedachtem und Gekritzel mit ein wenig Glitzer.

Bad Writening, Bad Painting, Dada und Surreales selbst in diese Welt heben, ohne Hochglanzpolish eines leblosen Rechenzentrums. Das Echte im Versehrten finden.

Ich denke, das könnte mir gefallen.

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Podcast

Mallorca ohne Ballermann – Logbuch Laut

Mallorca im Frühling, Mallorca die Lieblingsinsel meiner Kindheit (Hallo Erobique 😉 Kaum eine Urlaubsinsel hat so viele Facetten, vor allem in der kurzen Zeit, bevor die Ballermänner kommen. Ein Logbuch Laut Podcast mit Texten aus diesem Blog:

Als Mallorca Videopodcast bei Youtube:

Die Texte, die ich in diesem Podcast lese und erkläre:

Bei Gefallen lass n Heiermann für ne Weißweinsangria hier.

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3: Mallorca ohne Ballermann – Logbuch Laut

Mallorca im Frühling, Mallorca die Lieblingsinsel meiner Kindheit (Hallo Erobique 😉) Kaum eine Urlaubsinsel hat so viele Facetten, vor allem in der kurzen Zeit, bevor die Ballermänner kommen. Ein Logbuch Laut Podcast mit Texten aus meinem Blog.

Die Texte, die ich in diesem Podcast lese und erkläre:

Die werden mit Kopf gegessen.
Frühling auf Mallorca
Rote Badehose
Mallorcas versteckter Ursprung
Gerhart in Algaida
Südost-Wind bringt den Frühling
Strandbagger
Bonus: der Ballermann-Hit 2026

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Morgenrot

Heute morgen bin ich von einem glühenden Orange geweckt worden, das so nur der Norden zustande bringt. Das Morgenrot leuchtete über Hamburg als würde der Himmel brennen.

Wetterkundige wissen, was das zu bedeuten hat.

„Morgenrot – god Wedder tot“ – hat meine Omi immer gesagt. Und tatsächlich, nur eine Stunde später wird das Orange immer fahler, scheint nur noch blass durch die Wolken, bevor jetzt eben gerade der Regen einsetzt. Irgendwie schade und schön zugleich, dass die Sonne sich unter Zeugen und gebührend divenhaft verabschiedet.

Das sind die kleinen Highlights des Dezembers. Noch zwanzig Tage, dann wird es wieder früher hell – und abends später dunkel. So ein glühender Sonnenuntergang hat nämlich auch was.