Enough is the success of the wise Deutsch: Genug ist der Erfolg des Weisen. Italiano: Basta il successo del saggio Espanol: Bastante es el éxito del sabio Danish: Det er nok med de vises succes
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Reclaim your Blog — reloaded
Ihr kennt das auch, oder? — Du suchst eine Diskussion, einen Tipp oder ein Bild, das Dir eben noch in die Facebook oder Twitter-Timeline gespült wurde; vergebens. Es ist nirgendwo zu finden. Das Social Web hat Amnesie und nur Mark Zuckerberg hat das Admintool, um das zu finden, was Du letzten Sommer gepostet hast. Dabei […]
„What we talk about when we talk about post-truth„ Während ich dies schreibe und Sie es lesen, und zwar für mehrere Millionen Jahre in die Zukunft, wird es einen Dummy namens „Starman“ geben, der in einem roten Tesla durch den Weltraum fährt und eine Endlosschleife von David Bowies Space Oddity spielt. Die Sensation des Raketenstarts […]
Tschüss Twitter
Erstaunlich, welche Dynamik der Exodus bei #twitter annimmt. Digitale Republikflucht ahnden die Algoschergen des kleinen Despoten mit Selbstblockanlagen. Und auch wenn das alles nicht lustig ist, was #Elon da macht [oder mein Vergleich], so ist es doch erstaunlich. Ich bin Teil des #Fediverse. Mein Blog auch: als eigene Instanz. @Erik via blog.ring2.de
Einsam surren die Server der größten privatwirtschaftlichen Newsplattform in ihren Bunkern. Wer erinnert sich an ihre Namen?
Mein liebes Tief
Ein Hoch über Russland schiebt arktisch-kalte — also arschkalte Luft nach Hamburg. Immer weiter drängt sie die feuchte Atlantikluft auf die Nordsee zurück. In meiner Jugend waren Hochs willkommen. Hatten den Ruf, lange Bullerbüsommer zu bescheren. Mit viel Wärme und langer, beinahe unendlicher Sonne. In Zeiten der Energiekrise werden einstige Hoffnungsttäger aus dem Osten aber […]
Osten Wind
Nein, sagte Ostwind, ich kann mit niemandem befreundet sein, der mich ‘Brise’ nennt. Nun, dachte sich der Westwind, dann will ich das nun nicht mehr. Und schickte tiefen Druck als Sturm. Denn Winde können keine Freunde sein. Nach dem darauf folgenden Gewitter legte sich über sechs Wochen ein arktischer Wind über das Land.
Roter Februar
20. Februar Normalerweise vermied sie rot. Heute nicht. Heute hatte sie einen beinahe grellen, leuchtenden roten Wollpullover an. Der Pullover war aus Italien und ein Erbstück ihrer Großmutter. Die Sinuskurven der Mode hatten dafür gesorgt, dass er nun wieder modern war. Als sie sich im Spiegel betrachtete, gefiel ihr der Schnitt, die immer noch volle […]
Zwei Rillen
27. Januar Der Kaffee dampft gemütlich in der Küche, als ich mein Bewusstsein verliere. Das weiss ich noch, das mit dem Kaffee, auch weil ich mir dabei zusehen kann, wie ich auf dem Boden aufschlage. Ich sehe mich nicht von Außen, wie Augenzeugen das im Fernsehen so berichten, wenn mal wieder das Leben nach dem […]
Zurück nach Westerland
Morgenseiten vom 29. Dezember Dein Name auf einer Kaffeetasse, das ist geblieben. Von den Sonnenstrahlen, dem Sand zwischen unseren Zehen, der bei jedem Schritt ein wenig hochgedrückt wird, wie Brotteig. Von den klaren Spuren, die wir auf unseren Spaziergängen an der Kante zur See hinterlassen haben, ist nichts mehr übrig. Wenn der Schlager recht behält, […]
Original Morgenseiten
Die Idee ist einfach. Der Morgen ist noch frisch, der Tag ist jung. Da stechen noch nicht so viele Sorgen und Eindrücke in das weiche Fleisch meines Geistes. Die beste Zeit zu schreiben, hat jemand einst bestimmt. Und tatsächlich gibt es eine lange Tradition der so genannten “Morgenseiten”. Was sind die Morgenseiten? Das Schreiben von […]
Schwarz weiß
Inzwischen hatte er sich beinahe daran gewöhnt, daß die Cherrytomaten vor ihm auf dem Tisch wie Sauerkirschen aussahen. Die abgeschnittene Hortensie wuchs nicht mehr, anders als Tulpen in ihrem feuchten Grab. So öffentlich tot, dass er sich nun, da „der Zustand“, wie er ihn nannte, seit mehreren Tagen anhielt, nicht erinnern konnte. An ihre Farbe. […]
Knöf.
Mit der Kraft ist das so eine Sache, sagte mein Großvater immer. Sie gehorcht nur wild, steckt fest in eines Mannes Arm. Deswegen nennt man viele von ihnen vielleicht auch Armee?, wer weiß. Was ich weiß: sie vergeht. Ist im übernächsten Dorf so wenig zu spüren, wie im Übermorgen.
Einsam surren die Server der größten privatwirtschaftlichen Nation in ihren Bunkern. Keiner erinnert sich an ihre Namen. Wir, die wir auch von Auflösung bedroht sind, wenn man unsere Namen vergisst, stehen draussen vorm Silo und wundern uns: wo sind unsere Freunde, wo sind all die Momente unseres Lebens hin? Sie sind noch da; wir können […]
Ikonen
Diese Woche ist eine der Ikonen des Fussballs gestorben, Armando Diego Maradona. Nun, eigentlich ist nur der Mensch gestorben, der mit seiner aussergewöhnlichen Art Fussball zu spielen, dieser Ikone erst leben eingehaucht hat. Die Ikone selbst lebt natürlich weiter. Ist vielleicht jetzt, da der Mensch nicht mehr stört, lebendiger und größer, als je zuvor. Was […]
Silvester auf dem Altonaer Balkon
Ich lebe in einem Stadtteil von Hamburg, durch den immer mal wieder Menschenketten ziehen. Die einen werden von den lokalen Behörden umgeleitet, wie die Karawane von Drogendealern, die vor beinahe 20 Jahren an meinem Wohnzimmerfenster in Richtung Hafen und von dort zurück zum Altonaer Bahnhof wanderte, weil ihnen der direkte Weg versperrt war. Andere, vor […]
Wer bist du?
Ich brauche nicht viel. Wind weht um meine Nase. Das ist gut. Und doch gibt es eine Perücke, die mich zeigt. Die ich heute ziere und zeige. Mein Profil. Ich mag es, wenn ihr reagiert. Es ist. Es fühlt sich lebendig an. Und dann, wenn ich allem folge, das ich kenne? Dann wirst du fremd. […]
Die Maske
Permanent vom gesunden Menschenverstand bewacht, geilt der Drang, den Käfig der Logik sprengen zu wollen. Immer sich selbst wiederatmend, im eigenen Dunst erstickend, ist das Weglassen seine Revolution. Und auf Twitter gibts Applaus.
Wie den Lachsen
Der Kinderwelten entwachsen, ergeht s uns wie den Lachsen. Das Salz der See zu schmecken, die eigenen Flügel recken. Der Geborgenheit entfliehen, um größere Kreise zu ziehen. Für Emily
Jetzt auf See und dann kein Schiff
Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten Seenot-Moment in meinem Leben: wir segeln zu dritt auf der Nordadria als von Lee eine schwarze Wand aufzieht. Das Grosssegel bekommen wir gerade noch runter, die Fock, ohnehin schon eine kleine Solent Jib, reißt als 12 Windstärken in unser Rigg knallen. Wir sind urplötzlich nur noch […]
Jeder Atemzug
Jeder Atemzug, So einzigartig wie ein Flügelschlag. Und der Himmel schweigt
Ick heff di lev
N beden scheef het Gott lev Moin, schön, dass Du zu meinem Blog gefunden hast. Ich blogge seit 2004 und schreibe hier alles Mögliche in mein digitales Kladdebuch: Texte in Form der Alt-Lit (Alternative Literature), manchmal mithilfe der „Ecriture Automatique“ einer Literatur-Methode, die im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts seine Blüte hatte. Die Form variiert, […]
Flüchtige Ewigkeit
Heute gab es kein Morgenrot; der Himmel sandte keinen Hinweis gen Erde, dass er sich um was schert. Mit feuchten, grauen Fingern griffen mies gelaunte Wolken nach allem Lebendigen, saugten alle Energie aus mir heraus. Ich betrat die Bodega gerade in dem Moment, als Du die Spülmaschine einräumtest, stoisch ruhig und mir abgewandt, umgeben von […]
Freundschaft mit der Fröhlichkeit
Für Julius, zur Konfirmation. Deine unerschütterliche Fröhlichkeit aus Kindertagen, In den Frühling des Lebens tragen; Auch wenn Zweifel und Wehen in Dir wühlen, Die Seelen Deiner Nächsten zu erfühlen. Denn mit des Anderen Glück, kommt die Heiterkeit zurück. Wenn Dir Freundschaft zum Frohsinn gelingt, Dich nichts vom Weg abbringt.
Urheber aller Länder, vereinigt euch!
Krieg der Verwerter (Links und Meinungen) Die Kampagne für und die gegen die neue EU Urheberrechtsreform, über die heute in Brüssel abgestimmt wird, betrifft nicht nur die Generation Instagram, sondern alle, die ins Internet schreiben. Auch mich. Ich habe mich lange schwer damit getan, mich klar dagegen zu positionieren; die Materie ist einfach zu komplex […]
„Sehr viele Leute haben mir geraten, ein Tagebuch zu führen. Sie sagen, dass, wenn man ein Tagebuch führt, es wahrscheinlicher ist, interessante Ereignisse zu finden, die um einen herum passieren. Also werde ich, Dorothy, dieses Tagebuch behalten. Ich bin 12. Nächsten Monat werde ich dreizehn Jahre alt. Ich bin jetzt in meinem ersten Jahr der […]
„Du, Frau Schlägel, kannst Du mal bitte rüberkommen?“, frage ich meine Kollegin ein Büro weiter. „Jaaahaa, Moooment“, flötet es von nebenan. Wie ich dieses Langziehen von Vokalen hasse. Als sie dann vor meinem Schreibtisch steht, zeige ich aus dem Fenster: „Sag mal, kannst Du das Kennzeichen da unten lesen?“ „Jahaaaa, HH-V0-9999. – Wiesooo?“ „Nix, Danke. […]
„Wir trafen uns heute um 11:00 Uhr. Das heißt, Stalin, Churchill und der US-Präsident. Aber ich hatte vorher eine sehr wichtige Sitzung mit Lord Mountbatten und General Marshall. Wir haben die schrecklichste Bombe der Weltgeschichte entdeckt. Es kann die Feuerzerstörung sein, die in der Euphrat-Tal-Ära nach Noah und seiner fabelhaften Arche prophezeit wurde. Jedenfalls glauben […]
Haben wir das Recht zu glauben, was wir glauben wollen? Dieses vermeintliche Recht wird oft als das letzte Mittel der absichtlich Unwissenden, der Person, die durch Beweise und wachsende Meinungen in die Enge getrieben wird, behauptet: „Ich glaube, der Klimawandel ist ein Schwindel, was auch immer jemand anderes sagt, und ich habe ein Recht […]
Resonanzboden
Harmonien brauchen Resonanz. Wie Wellen, die sich an einem hellen Strand 🏝 brechen und ihr Dasein in einem charakteristischen Meeresrauschen vollenden, brechen sich die Töne unseres Wirkens, der Sound dessen, was uns widerfährt oder was wir selbst tun, an all den Kinken und Facetten unseres Lebens. Vereinen sich zu einem einzigartigen Klang, der mit jedem Jahr […]
Nu auf See …
Dieses Gefühl, wenn Gischt und Regen sich vereinen und vom Sturm getrieben, wie eiskalte Nadeln in das Gesicht stechen; einem den Atem raubend nur einen Wunsch zulassen: so schnell wie möglich hinein in den sicheren, ach irgendeinen Hafen, das kenne ich auch. “Jetzt auf See und dann kein Schiff” Und die Hochachtung ist kaum zu […]
Nick Hornby, elder statesman der britischen Popkultur, hat dem Magazin „Reverb“ ein Interview gegeben, in dem es um Vinyl und das Besondere daran geht. Interessanterweise beschreibt Nick Hornby am Beispiel des – immer noch nicht ausgestorbenen – Schallplattenalbum, was an der digitalen Welt derzeit im Argen liegt und wieso analoge Produkte uns den Dingen, die […]
Wann vergisst Du alles um Dich herum? Und falls Deine Antwort lautet „’Der Bergdoktor‘ schauen, bis ich alle Staffeln auswendig kann“ oder „meinem Goldfisch Morsesprache per Wasserblasen-Furzen beibringen“: Worum geht es Dir dabei wirklich, was ist der Kern, den Du auf eine andere Tätigkeit übertragen könntest? … so beschreibt Blogger Tim Schlunzig eine von sieben […]
diddy: „I did it again BREAKING NEWS!!!! MY NEW NAME IS LOVE OR BROTHER LOVE!!! Or NOTHIN! HAPPY BIRTHDAY TO ME!!!“ Warum ich auf Facebook meinen Namen ändere Die banale Ernsthaftigkeit mit der die meisten von uns ihr digitales Alter Ego pflegen, langweilt mich – ich langweile mich. Ich blogge nun seit 2003 und bin […]
Herrn Paul Koegel. Magdeburg ! Remscheid, 11. Mai 1869 Senden Sie mir gefl. (gefällig) wieder sobald als möglich: 1500 Stück gute abgelagerte Cigarren „Flor de Ynes“ wie erhalten á Thr (Taler) 22 pro mille (lat.: je Tausend) 500 Stück do (dito, ebenso) Rio Sella á Thr 18 ײ ײ Ihrer gefl. Versandtsanzeige entgegensehend, Zeichnet in aller Achtung A Mannesmann
Adam: „OMG it’s Friday“
Freitag Ich kann nichts daran ändern, die Namensgebung geht unaufhörlich weiter. Ich hatte einen so schönen Namen für dieses Gelände; er war hübsch und melodisch – Der Garten Eden. Insgeheim nenne ich es noch weiter so, sage es aber nicht mehr laut. Das neue Geschöpf sagt, daß es hier nur Wald, Felsen und Landschaft gibt, und […]
Miss Briefwahl
Heute morgen habe ich erfahren, dass ich gegebenenfalls am Wochenende der Bundestagswahl unterwegs bin. Das Familienritual, dass wir alle um die Ecke ins Wahllokal in der Berufsschule gehen, gleich neben dem Altonaer Theater, fällt vielleicht aus. Das ist traurig, aber nicht schlimm: denn es gibt ja die Briefwahl.
Rotorblätter in der Nacht
Bekenntnis eines G20-Feiglings Der Hubschrauber, der letze Nacht über mein Haus flog, hat mich erschreckt, hat mir die Tage vor und an G20 wieder ins Gedächtnis rotiert. Eine Minute nur stand er über unserem Dach, so wie die drei Polizeihubschrauber Anfang Juli die ganze Nacht. Dann – nach einer kleinen Ewigkeit – flog er weiter; […]
Schuld an alldem ist:
Wenn Du lange genug nachdenkst, kommst Du unweigerlich zu dem Schluss: „Schuld an alldem ist Bambi“
Links, ein Baum
Er war groß, hatte dunkle Haare und war ein schöner Junge. Ein außergewöhnlich schöner Junge. Als er gegen die Eiche krachte, blieb dem Baum eine Wunde, die mir noch jahrelang ins Auge fiel, wenn ich die Elbchaussee in Richtung ‚Stadt‘ fuhr.
Der Sinn.
“Vielleicht ist ja am Ende nichts anderes zu tun, als sich einigermaßen gerade zu halten, Kindern beim Großwerden zu helfen und Kunst.“
Vergeben und vergessen
Vergesse nicht, zu vergeben. Aber vergesse nicht, was Du vergibst, Sonst musst Du den Kelch ein weiteres Mal heben. Vergeben heilt, Vergessen verliert. Gesund bist Du, wenn Du wieder liebst. Paul Coehl
Heute Morgen am Hamburger Flughafen
Heute Morgen am Hamburger Flughafen: eine ältere Dame fragt die Frau am Boardingcardcheck, wo sie hin muss. Die Gefragte schaut die Dame gelangweilt an (offenbar keine Viefliegerin, sie hat nur ein Stück Handgepäck) und entgegnet, ohne das rhythmische Kaugummikauen zu unterbrechen: „Folgen Sie einfach der Masse da“ #airport #hamburg #reallife #ecritureautomatique
Von der Scham überwältigt
Von der Scham überwältigt, bricht beinahe die Stimme. Nun schauen sie alle zu mir. Zu spät; jetzt muss es raus. Wieder und wieder: ‚Entschuldigen Sie die Störung, ich lebe derzeit auf der Straße und …‘ – warum nur spüre ich keine Routine? Die meisten Menschen im Waggon scheinen eine zu spüren, routiniert lassen sie meinen Hilferuf über sich hinwegziehen‘ #hamburg #homeless #sbahn #ecritureautomatique
Zurückbleiben bitte
„Zurückbleiben heißt Zurückbleiben“, bellt der Fahrer der U1 durch seine altersschwachen Lautsprecher. Ich bleibe vor Schreck stehen und verpasse so den Zug. Traurig blicke ich den Waggons hinterher, als sie im Tunnel verschwinden. Ein unachtsam weggeworfenes Einwickelpapier wird gegen seinen Willen hinterhergesogen. Immerhin, den Zurückgebliebenen gehört nun für ein paar Minuten der ganze Bahnsteig. #ecriture […]
Jeder Atemzug,
So einzigartig wie ein Flügelschlag.
Und der Himmel schweigt
#ecritureautomatique
Aufstehverbot
Es ist ein nasskalter Tag, die Wolken hängen tief über den glänzenden Dächern der Stadt, als ich mich gegen Mittag aus dem Bett schäle. Das Herunterwerfen meiner Decke war schon eine Überwindung, das Heraussteigen aus der Mulde, in der ich die letzten 12 Stunden verbracht habe, ist eine Quälerei. Statt Tanzverbot sollte es am Karfreitag […]
Alte Zöpfe
Alte Zöpfe #ecritureautomatique – Kehraus, alles muss raus. Das globalisierte Schweden wirft Bäume aus dem Fenster. Nadeln verkletten mein Haar, wie Konfetti bei der Einlaufparade. Alt ist das nun, was gestern noch lila strahlte. Raus damit; aus Herzen und Köpfen.
Nur meine Gärtnerin mahnt, ‚lass die alten Blütenstände stehen, sonst wissen die Neuen nicht, wie sie sich entfalten sollen‘. #garten #hortensie – stoisch streben sie immer noch gen Himmel. Der kalte Ostwind zerrt an ihnen, immerfort. Einsame, tapfere Platzhalter.
Marzipanmond
Mandelsplitter bohren sich durch sein Herz. Süß und schwer. ### Links von ihm flüstert eine vertraute Stimme die Wettervorhersage. Ich kann nichts mehr essen, nichts Süßes mehr sehen. Bedauern überfällt ihn – so plötzlich, dass er anfängt laut zu lachen. Zuviele. Sie waren zuviele.
Plug-off
Wenn ich mir die Ohrstöpsel in die Ohren lege und die Musik anschalte, dann verwandelt sich die tristeste Umgebung in eine Filmszene. Langsam weben sich Sound und das vorwinterliche Deutschland zu einem Track, der ertragbar ist. Ich schaue hin, höre zu, wie die Landschaft an mir vorbei zieht. Zwischen meinen Ohren trifft die Information aus […]